• Vorlesen
  • A A A

PKV publik 4.2016

Dr. Volker Leienbach, Vorsitzender des Verbandes der Privaten Krankenversicherung

Volker Leienbach, Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung

 

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

vor wenigen Tagen sind weltweit wieder tausende Geburtshelferinnen auf die Straße gegangen, um den Internationalen Hebammentag zu feiern. Sie wollen damit auf die Bedeutung der Hebammen für die Gesellschaft hinweisen und auf Probleme des Berufsstands aufmerksam machen.

Auch in Deutschland spielen Hebammen eine wichtige Rolle in der medizinischen Versorgung. Sie sind nach rechtlicher Vorgabe an allen Geburten im Land beteiligt, beraten künftige Eltern schon während der Schwangerschaft, helfen bei Beschwerden, begleiten die Geburten und unterstützen Frauen dabei, in ihre Rolle als Mutter hineinzuwachsen.

Die Gesellschaft kann ihnen für diesen Einsatz sehr dankbar sein. Auch der Verband der Privaten Krankenversicherung bedankt sich im Rahmen seiner Informationskampagne „Für unsere Gesundheit“ ausdrücklich für die wichtige Arbeit der Hebammen. In den Internet-Videos zur Kampagne kommt als eine unserer Botschafterinnen aus dem Gesundheitswesen auch Linda aus Bayern zu Wort, die von ihrer Arbeit als freiberufliche Geburtshelferin berichtet.

Ein wichtiges Thema für Linda sind dabei nicht nur die vielen schönen Momente und die große Dankbarkeit bei den jungen Eltern – „manchmal werde ich umarmt und geküsst“, erzählt sie – sondern auch ihre wirtschaftliche Lage.

„Wir Hebammen können sehr, sehr glücklich sein, dass wir das duale Versicherungssystem haben“, berichtet Linda mit Blick auf das Miteinander von Gesetzlicher und Privater Krankenversicherung. Denn wenn es keine Private Krankenversicherung gäbe, hätte sie nach eigenen Angaben vielleicht schon längst aufhören müssen zu arbeiten.

Das liegt daran, dass die Private Krankenversicherung die Leistungen der Hebammen deutlich besser vergütet als die gesetzlichen Krankenkassen. Nach einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP) erhalten freie Hebammen von der Privaten Krankenversicherung im Schnitt fast doppelt so viel Honorar wie bei der Versorgung gesetzlich versicherter Mütter. Wären die privat versicherten Mütter alle gesetzlich versichert, würden den Hebammen insgesamt rund 37 Millionen Euro im Jahr fehlen.

Je mehr Privatversicherte es gibt, desto mehr profitieren also auch werdende Mütter – denn so können freiberufliche Hebammen besser von ihrem Beruf leben und auch gesetzlich versicherten Müttern weiter zur Verfügung stehen. Das Gleiche gilt für Ärzte, Krankenhäuser, Therapeuten und viele andere Leistungserbringer im Gesundheitswesen. Sie profitieren jedes Jahr von überproportionalen Einnahmen, die sie ohne Private Krankenversicherung nicht hätten. Das kommt am Ende allen Patienten zu Gute.

Mit freundlichen Grüßen, Ihr

Volker Leienbach