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PKV publik 3.2016

Organspende

Mit einem Transplantationsregister will die Bundesregierung das Vertrauen in die Organspende stärken. Das Register soll erstmals Daten von verstorbenen Organspendern, Organempfängern und Lebendspendern bundesweit zentral zusammenfassen und verknüpfen. Das Bundeskabinett brachte Ende März einen entsprechenden Gesetzentwurf auf den parlamentarischen Weg. Oberste Priorität habe der Schutz der sensiblen Patientendaten sowie das Recht der Beteiligten, über die Verwendung ihrer Daten selbst zu bestimmen.

Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) erkärte: „Mehr als 10.000 Menschen warten in Deutschland auf ein Spenderorgan. Doch die Zahl der gespendeten Organe reicht bei Weitem nicht aus, allen Betroffenen zu helfen. Gemeinsam müssen wir alles dafür tun, das verloren gegangene Vertrauen in die Organtransplantation wieder zu stärken, damit mehr Menschen ihre persönliche Entscheidung treffen und einen Organspendeausweis ausfüllen.“

Auch die PKV setzt sich entsprechend der gesetzlichen Vorgaben dafür ein, die Spendenbereitschaft ihrer Versicherten zu erhöhen: Alle zwei Jahre schreiben die Unternehmen der Privaten Krankenversicherung alle Versicherten an, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, und ermuntern sie zu einer freiwilligen Entscheidung zur Organ- und Gewebespende.

Die Entscheidung der Versicherten bleibt Privatsache. Sie wird weder vom Versicherungsunternehmen abgefragt noch zentral gespeichert. Der Organspendeausweis bleibt das einzige Dokument, auf dem die Entscheidung verzeichnet ist. Damit hat jeder Organspender die Sicherheit, dass er seine Entscheidung jederzeit ändern kann.


www.pkv.de/verband/engagement/organspende