• Vorlesen
  • A A A
junge Frau tippt lächelnd auf einem Tablet
 

Gesundheitssystem im Wandel

Wie Patienten mit digitalen Angeboten ihre Selbstbestimmung stärken

Studien zeigen, dass sich immer mehr Menschen im Internet selbst über ihre Gesundheit informieren. Die Nutzung des PKVServiceportals „DerPrivatpatient.de“ bestätigt diesen Trend.


Bereits im Jahr 1986 nahm die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Konzept des „mündigen Patienten“ auf der ersten Konferenz zur Gesundheitsförderung als konkretes Ziel in die so genannte Ottawa-Charta auf. Heute, fast 30 Jahre später, gibt es deutliche Anzeichen dafür, dass der Patient auf dem Weg zu mehr Selbstbestimmung die Initiative übernommen hat. Experten des Zukunftsinstituts in Frankfurt a.M. haben in der PHILIPS Gesundheitsstudie 2015 aktuelle Trends in der Gesundheitswirtschaft untersucht und die Ergebnisse in acht Thesen zur Zukunft der Gesundheit zusammengefasst. Eine wichtige Erkenntnis: Der Patient wird in Zukunft nicht nur im Mittelpunkt des Gesundheitssystems stehen, sondern sich auch die Hoheit über seine Gesundheitsfürsorge zurückholen.

In einer Gesellschaft, die in immer größerem Maße durch individuelle Wertmaßstäbe geprägt ist, beobachten die Frankfurter Zukunftsforscher einen schrittweisen Paradigmenwechsel in der Gesundheitsfürsorge: Der vormals passive Patient nutzt die neuen digitalen Möglichkeiten, um verstärkt eigene Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für sich selbst und seine Gesundheit zu übernehmen. In der Folge, so die Zukunftsforscher, würden wir gegenwärtig die Geburtsstunde des „proaktiven, aufgeklärten und partizipationswilligen Gesundheitskonsumenten“ erleben, der traditionelle Strukturen und Verhaltensmuster in Frage stellt und damit aktiv das Gesundheitssystem verändert.

Diese Veränderung finde weder ungewollt noch unbewusst statt. Vielmehr habe der „Megatrend Individualisierung“ alle gesellschaftlichen Ebenen erfasst – auch die Gesundheit. In der repräsentativen Umfrage, die der Gesundheitsstudie zugrunde liegt, stimmten 77 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass die Verantwortung für die Gesundheit vor allem bei jedem Einzelnen selbst liege. Und 46 Prozent gaben an, in Gesundheitsfragen auf die eigenen Kompetenzen zu vertrauen.

Dieser Wandel sei durch die Digitalisierung und das Entstehen von Netzwerkgesellschaft und Wissenskultur jedoch erst möglich geworden, die einen immer leichteren Zugang zu Gesundheitsinformationen und -daten eröffnen.

„In Deutschland informieren sich rund 40 Millionen Menschen im Internet über Gesundheitsthemen.“

Anzeichen für den Paradigmenwechsel zum selbstbewussten Gesundheitskonsumenten sind unter anderem im Internet und dem Nutzerverhalten der sogenannten Gesundheits-Surfer festzustellen. In Deutschland nutzen rund 40 Millionen Menschen das Internet, um Informationen über Erkrankungen und Therapien sowie Empfehlungen und Unterstützung für eine gesunde Lebensweise zu erhalten. Dabei können sie auf einen riesigen Markt von themenspezifischen Webseiten, Communities und Apps zugreifen. Im vergangenen Jahr hat die vierte Auflage des Nationalen EPatient Survey 2015 die Internetnutzung von Patienten und deren Auswirkungen auf ihre Therapie untersucht – mit bemerkenswerten Ergebnissen.

So hatten 31 Prozent der befragten Krankenhaus-Patienten in Online-Verzeichnissen nach stationären Einrichtungen recherchiert. Jeder Vierte hatte sich konkret über die besondere Qualität oder Leistungen von Krankenhäusern informiert (28%) oder nach Patientenbewertungen zu einzelnen Kliniken gesucht (24%). Die Studienergebnisse zu den Informationsbedürfnissen von Patienten decken sich mit jenen Erfahrungen, die der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) seit einiger Zeit mit seinem Krankenhaus-Verzeichnis auf dem Serviceportal für Privatpatienten unter www.derprivatpatient.de macht.

In den vergangenen Jahren sind die Nutzerzahlen des Krankenhaus-Verzeichnisses der PKV kontinuierlich gestiegen. Besonders häufig werden Informationen zu Krankenhäusern abgerufen, die der PKV-Verband für ihre hochwertige medizinische Qualität und das hohe Niveau der Komfort- und Serviceleistungen als PKV-Qualitätspartner mit einem Qualitätssiegel ausgezeichnet hat. Über die Krankenhaus-Suchfunktion können die Nutzer schnell und intuitiv einen passenden Qualitätspartner in ihrer Nähe finden, zum Beispiel über die Auswahl einer spezifischen Behandlungsleistung anhand eines Körpermodells. Zusätzlich informieren sich viele Nutzer über die Preise der Kliniken für die Wahlleistung Unterkunft. Recherchiert wird aber zum Beispiel auch, ob die Einrichtungen am Klinik-Card-Verfahren teilnehmen.

Immer mehr Patienten vertrauen bei der Krankenhauswahl auf das Informationsangebot der Online-Verzeichnisse: Im EPatient Survey gaben 34 Prozent der Teilnehmer an, sich durch die Internet- Nutzung besser auf einen Krankenhaus oder Reha-Aufenthalt vorbereitet zu haben. Und jeder fünfte Teilnehmer hatte sich im Zuge seiner Internetrecherche für eine andere Klinik entschieden als zuvor beabsichtigt. Den Schlüssel für patientenfreundliche Online-Services haben die Umfrage-Teilnehmer auch gleich mitgegeben. Auf der Wunschliste stehen vor allem verständlich dargestellte (30%), unabhängige (21%) und auf die jeweilige Behandlung personalisierbare Dienste (18%).

Insgesamt verzeichnet der PKV-Verband ein kontinuierlich wachsendes Interesse an Angeboten wie dem Ärzte-Verzeichnis, der Prüfsoftware für Arztrechnungen oder der Arzneimittel- und Krankenhaus- Suche, also jenen Angeboten, die den Patienten bei der selbstbestimmten Entscheidung für Ärzte, Einrichtungen oder auch Therapien und deren Organisation unterstützen.


www.derprivatpatient.de