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PKV publik 10.2015

AIDS-Prävention: Erwachsene sind sorgloser als Jugendliche

Junge Menschen gehen mit dem Thema Sex offenbar verantwortungsvoller um als Erwachsene. Lediglich acht Prozent der Mädchen und sechs Prozent der Jungen zwischen 14 und 17 trafen beim „Ersten Mal“ keine Vorkehrungen, wie aus der Studie „Jugendsexualität 2015“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hervorgeht. Bei Erhebungen aus dem Jahr 1980 hatten sich noch 29 Prozent der Jungen und 20 Prozent der Mädchen keine Gedanken um Kondom, Pille oder andere Verhütungsmittel gemacht. Für die Studie wurden 5.750 Interviews mit 14- bis 17-Jährigen geführt.

Etwas mehr Sorgen muss man sich in dieser Hinsicht bei den Erwachsenen machen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA im Auftrag des PKV-Verbandes berichteten immerhin 30 Prozent der befragten 2.000 Männer und Frauen über ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einer Zufallsbekanntschaft. Und nur 55 Prozent der Befragten gaben an, in einer neuen Partnerschaft auf geschützten Geschlechtsverkehr zu bestehen. Auch weitere Ergebnisse stimmen nachdenklich: Nur jeder dritte Volljährige in Deutschland hat schon einmal einen HIV-Test gemacht.

Für PKV-Verbandsdirektor Volker Leienbach ist das Ergebnis Anlass, die gesundheitliche Aufklärungsarbeit zu HIV und AIDS fortzuführen: „Die Aids-Prävention in Deutschland ist sehr erfolgreich, doch zugleich zeigt sich eine gewisse Sorglosigkeit im Umgang mit dem Infektionsrisiko. AIDS ist und bleibt eine unheilbare Krankheit, die trotz aller medizinischen Fortschritte sehr großes Leid bedeutet.“

Die Private Krankenversicherung engagiert sich als Gründungsmitglied und Großförderer der Deutschen AIDS-Stiftung bereits seit 1987 für bessere Lebensbedingungen von HIV-Positiven und an AIDS erkrankten Menschen. Seit nunmehr zehn Jahren ermöglicht die PKV außerdem die Präventions-Kampagne „Mach’s mit – Gib AIDS keine Chance“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.


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