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PKV publik 9.2015

Dr. Volker Leienbach, Vorsitzender des Verbandes der Privaten Krankenversicherung

Volker Leienbach, Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung

 

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

vor wenigen Tagen hat sich in Berlin die Nationale Präventionskonferenz zu ihrer ersten Sitzung getroffen. Auch der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) hat sich gerne daran beteiligt. Wir unterstützen den Präventionsgedanken und engagieren uns seit vielen Jahren im Bereich der Primärprävention. Zukünftig werden wir unser Engagement sogar ausweiten: Die gemeinnützige, von der PKV gegründete Stiftung Gesundheitswissen wird durch die Erarbeitung von gesundheitsbezogenen Informationen und Entscheidungshilfen einen Beitrag zur Verbesserung der gesundheitlichen Kompetenzen in der Bevölkerung leisten.

Durch erfolgreiche Präventionsmaßnahmen können die Menschen eine größere Zeit des Lebens in Gesundheit verbringen. Davon profitieren die Versicherten ebenso wie die Krankenversicherungen, aber zum Beispiel auch Arbeitgeber oder die Rentenversicherung. Primärprävention ist somit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der Maßnahmen kollektiv wirken sollen. Hier geht Gesundheitspolitik in allgemeine Gesellschaftspolitik über. Auch wenn die Primärprävention daher vor allem über das Steuersystem zu finanzieren ist, sehen wir als Krankenversicherer unsere gesellschaftliche Verantwortung.

So unterstützen wir bereits seit vielen Jahren freiwillig die Präventionsarbeit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegen HIV und AIDS. Unser Beitrag ermöglicht neben der erfolgreichen Aufklärungskampagne „Gib AIDS keine Chance“ auch die anonyme Online-Beratung der Deutschen AIDS-Hilfe sowie spezielle Weiterbildungsangebote für Ärzte.

Darüber hinaus ist der PKV-Verband einer der größten Förderer der Deutschen AIDS-Stiftung, die mit unserer Unterstützung auch mehrere Projekte zur gezielten muttersprachlichen Beratung von Menschen mit Migrationshintergrund unterhält – etwa in der zentralen Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Zirndorf.

Des Weiteren finanzieren wir die BZgA-Kampagne „Alkohol? Kenn Dein Limit!“ gegen Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen. Dazu gehören Mitmach-Aktionen für Schulen ebenso wie der Einsatz von jungen Kampagnenbotschaftern zur direkten Ansprache. Zudem ermöglichen wir das BZgA-Programm „Älter werden in Balance“ zur Prävention von Pflegebedürftigkeit.

Zentral für das Engagement der PKV ist die Fokussierung auf klar konzipierte Maßnahmen, die hohe Effizienz und konkreten Nutzen versprechen. Deshalb werden die von uns geförderten Projekte standardmäßig evaluiert. Künftig werden uns gewiss auch die Empfehlungen der Nationalen Präventionskonferenz helfen, ebenso wie wissenschaftliche Qualitätsstandards für Primärprävention und Expertenempfehlungen wie zum Beispiel die des Kooperationsverbundes „gesundheitsziele.de“. Zu den in der Rahmenvereinbarung der Nationalen Präventionskonferenz genannten gemeinsamen Zielen wird die PKV engagiert ihren Beitrag leisten.

Mit freundlichen Grüßen, Ihr

Volker Leienbach