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PKV publik 8.2015

 

GASTBEITRAG

PKV-Qualitätspartner EVK Mettmann etabliert neues Kompetenzzentrum

Das Evangelische Krankenhaus (EVK) Mettmann ist Qualitätspartner der Privaten Krankenversicherung. Nun hat es ein deutschlandweit bisher einmaliges Kompetenzzentrum für minimal-invasive Chirurgie in der Frauenheilkunde gestartet. Von Dr. med. Clemens Stock


 

Am 1. Juni 2015 ist im EVK Mettmann ein bundesweit bisher einmaliges Kompetenzzentrum für minimal-invasive Chirurgie in der Frauenheilkunde, kurz das „MIC-Zentrum Bergisches Land“, gestartet. Ziel ist es, die Leistungen für die Patientinnen im Kreis, aber auch überregional im Rhein- und Ruhrgebiet zu etablieren – nicht zuletzt, weil bisher nur wenige Häuser das gesamte Spektrum an gynäkologischen Eingriffen mittels der schonenden „Schlüssellochchirurgie“ anbieten können.

Minimal invasive Operationen (sog. Laparoskopie, Endoskopie = „Schlüssellochchirurgie“) sind zwar mittlerweile für viele Standardoperationen in der Gynäkologie etabliert. Das EVK Mettmann gehört jedoch zu den bundesweit wenigen Einrichtungen, die alle Operationen, die im Bereich der Gynäkologie durchgeführt werden, auch endoskopisch vornehmen können. Dazu zählen neben Eingriffen an den Eileitern oder Eierstöcken verschiedene Formen der Gebärmutterentfernungen, hochmoderne Senkungs- und Inkontinenzeingriffe bis hin zu radikalen Tumoroperationen.

Die Vorteile für die Patientinnen liegen neben kürzeren stationären Aufenthalten in deutlich weniger Schmerzen, kleinen Narben sowie weniger postoperativen Komplikationen wie zum Beispiel Wundinfektionen. Die Genesung und Wiederaufnahme der alltäglichen Aufgaben verlaufen daher weitaus schneller als bei Operationen, bei denen ein Bauchschnitt vorgenommen wird. Auch Beckenbodenstrukturen und Nerven im Operationsgebiet können deutlich besser geschont werden.

Neben diesen patientenschonenden Aspekten bietet das MIC-Zentrum Bergisches Land aber noch mehr: Anders als bei den meisten Kliniken und chirurgischen Praxen, die derzeit bereits unter dem Etikett „MIC-Zentrum“ firmieren, liegen die Besonderheiten darin, dass im neu geschaffenen „MIC-Zentrum Bergisches Land“ umfassende transparente Qualitätssicherungsmaßnahmen über das gesetzlich geforderte Maß hinaus eingesetzt werden.

Dazu zählt das Vorhandensein eines eigenen Qualitätshandbuches, aber auch der Gebrauch von Sicherheitschecklisten und detaillierten Verfahrensanweisungen zum Ablauf vor, während und nach einer Operation.

Eigene Qualitätsparameter werden erfasst und jährlich ausgewertet, um sie in einem Qualitätsbericht transparent zu machen. Dieser wird Interessierten, Patientinnen und niedergelassenen Frauenärztinnen und -ärzten zur Verfügung gestellt. Für Patientinnen und Interessierte gibt es zudem eine eigene Internetpräsenz, auf der unter anderem Fragen geklärt und beispielhaft der Verlauf eines minimal-invasiven Eingriffes beschrieben wird.

Für Ärzte gibt es zudem einen passwortgeschützten Bereich mit beispielhaften OP-Bildern und Fachbeiträgen.

Geplant ist, für diese deutschlandweit bisher einmalige Form eines gynäkologischen MIC-Zentrums ein Zertifikat zu erwerben. Erste Gespräche mit der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS) haben dazu bereits stattgefunden.


www.evk-mettmann.de