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PKV publik 8.2015

Für unsere Gesundheit

Die Private Krankenversicherung bedankt sich bei allen Menschen, die sich täglich um ihre Patienten kümmern

Mehr als 5 Millionen Menschen arbeiten täglich in einem der vielen Gesundheitsberufe. Sie machen das deutsche Gesundheitssystem zu einem der besten der Welt. Die Private Krankenversicherung hat mit einigen von ihnen gesprochen.


Die große Mehrheit der Deutschen ist zufrieden mit ihrer medizinischen Versorgung. Das zeigen aktuelle Umfragen. Die Zufriedenheit ist bei den Privatversicherten sogar ein paar Prozentpunkte höher. Aber auch das gesetzliche System erreicht mit 90 Prozent Zufriedenheit einen hervorragenden Wert. Das ist kein Wunder, denn die medizinische Versorgung hierzulande gehört zu den besten der Welt. Diese Spitzenposition verdanken wir auch dem Zwei- Säulen-System aus Gesetzlicher Krankenversicherung (GKV) und Privater Krankenversicherung (PKV). Sie tragen ein gemeinsames Versorgungssystem, das für alle Versicherten freie Arzt- und Krankenhauswahl, kurze Wartezeiten und medizinischen Fortschritt bietet.

Doch auch das beste System kann nicht funktionieren ohne diejenigen, die sich Tag für Tag um unsere Gesundheit kümmern. Über 5 Millionen Beschäftigte arbeiten im deutschen Gesundheitswesen – als Pfleger, Ärzte oder in einem der vielen anderen Gesundheitsberufe – das ist fast jeder achte Arbeitsplatz. Diese Menschen sind es, die mitten in der Nacht aufstehen, sich um Patienten und Angehörige kümmern und zum Teil schlimme Diagnosen übermitteln müssen. Für ihr Engagement bedankt sich die Private Krankenversicherung mit der deutschlandweiten Informationskampagne „Für unsere Gesundheit“.

Auf der Internetseite „gesundheit.pkv.de“ kommen zunächst Assistenzärztin Silvia, OP-Pfleger Uwe, Intensiv-Pflegerin Katja, Facharzt Holger und Krankenpflegerin Luna zu Wort. Sie erzählen in Video- Interviews, wie sie mit den enormen Herausforderungen fertig werden und weshalb unser Gesundheitssystem so gut funktioniert. Damit stehen sie als authentische Botschafter stellvertretend für mehrere Millionen, die ihr Engagement für das Wohl der Patienten nicht einfach abends an der Praxis- oder Krankenhaus- Garderobe abgeben, sondern sich voll und ganz für ihren Beruf einsetzen.

 
Assistenzärztin Silvia trägt dazu bei, dass das deutsche Gesundheitssystem eines der besten der Welt ist.
 

Assistenzärztin Silvia

Wie zum Beispiel Assistenzärztin Silvia, die sich an ein einschneidendes Erlebnis ihrer Arbeit erinnert: „Ich erinnere mich noch ganz genau an das erste Mal, als ich jemandem seine Krebsdiagnose sagen musste. Das geht einem nah, klar. Und das nimmt man auch mit nach Hause.“ Die 36-Jährige hatte zunächst Arzthelferin gelernt. Über ihren Werdegang sagt sie: „Der Hauptgrund ist immer, Menschen zu helfen. Für mich kommt hinzu, dass ich den menschlichen Körper so wahnsinnig spannend finde. Dass wir immer noch viele Sachen überhaupt nicht begreifen. Dass wir immer wieder neue Techniken brauchen, um gewisse Dinge in unserem Körper zu verstehen. Das hat mich dazu angetrieben, Medizin zu studieren. Und das war genau richtig.“

Diese Neugierde hört man deutlich heraus, wenn Silvia über neue Untersuchungsmethoden spricht: „Die Leistungen, die die PKV anders bezahlt als die GKV, sind ja vor allem auch Leistungen, die noch nicht etabliert sind. Aber genau da ist es ja gerade wichtig, voranzukommen. Ich möchte ja neuere Untersuchungen, ich möchte genauere Untersuchungen, ich möchte doch den Menschen im Innersten noch mehr verstehen. Deswegen gehört dazu auch der Mut, in solche Sachen zu investieren. Und das tun die mit ihren Leistungen und Möglichkeiten. Wir nutzen zum Beispiel eine sogenannte digitale Volumentomografie. Das ist ein bildgebendes Verfahren, das mit Röntgenstrahlen funktioniert. Das kennt man vom Zahnarzt, das Gerät fährt um den Kopf einmal herum, macht ganz tolle 3D-Bilder und hat zudem deutlich weniger Röntgenstrahlen als eine konventionelle Computertomografie. Trotzdem wird es noch nicht in letzter Konsequenz von den Gesetzlichen Krankenkassen bezahlt, aber oft von Privaten Krankenversicherungen. Da sehe ich doch recht viel Potenzial, weil es Röntgenstrahlung einspart und weil man da nicht in so eine beengte Kammer muss. Man kann einfach stehen oder sitzen und das Gerät fährt um einen herum. Manche Patienten können auch nicht flach liegen in einer CT-Röhre, das ist einschränkend bei gewissen Erkrankungen. Deshalb glaube ich, dass diese digitale Volumentomografie durchaus Sinn hat und irgendwann auch von der Gesetzlichen Krankenversicherung übernommen wird.“

 
OP-Pfleger Uwe trägt dazu bei, dass das deutsche Gesundheitssystem eines der besten der Welt ist.
 

OP-Pfleger Uwe

Ähnliches weiß auch OP-Pfleger Uwe aus seinem Arbeitsalltag zu berichten: „Wir haben zum Beispiel hochmoderne OPRoboter, was mit Sicherheit nicht jede Klinik hat. Allein das Gerät kostet schon 1,6 Millionen Euro in der Anschaffung plus noch relativ hohe Betriebskosten. Aber es ermöglicht schonende Operationsverfahren, wovon die Patienten extrem profitieren. Der Wundschmerz ist wesentlich geringer, wenn man vier oder fünf kleine Einstiche von einem Zentimeter hat, als einen Schnitt von 20 Zentimetern. Dadurch ist das Trauma nicht so groß und die Rekonvaleszenz des Patienten viel schneller möglich.

Eine Klinik, die einen hohen Anteil an Privatpatienten für sich gewinnen kann, die steht sicherlich besser da als Kliniken, die diesen Anteil an Privatpatienten nicht haben. Weil die Erlöse einfach höher sind. Und das Geld kommt der Klinik zu Gute, ganz klar. Dann kann man auch mehr investieren, zum Beispiel in medizinisch technische Geräte. Durch diese Mischkalkulation wird ein gleichbleibendes Leistungsniveau eigentlich erst möglich, ohne Rücksicht darauf, wie jemand versichert ist, das muss man mal ganz klar sagen.“

Uwe ist seit mehr als 30 Jahren OP-Pfleger im Krankenhaus. In seiner leitenden Funktion organisiert er die Arbeitseinsätze einer Abteilung mit rund 60 Mitarbeitern. Dafür ist er auch oft am Wochenende im Einsatz. Über das Engagement des Pflegepersonals weiß er nur Positives zu berichten: „Die Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter in so einer operativen Abteilung ist natürlich immens hoch. Wenn man sich überlegt, dass man oft im Anschluss an einen normalen 8 Stunden Arbeitstag noch einen Bereitschaftsdienst hat, wo es wirklich auch passieren kann, dass man 20 Stunden durcharbeitet, kann man sich schon vorstellen, welche Belastung das ist.“ Trotz dieses hohen Arbeitspensums schätzt Uwe die Qualität des deutschen Gesundheitswesens als sehr gut ein: „Ich bin davon überzeugt, dass die deutsche Gesundheitsversorgung sehr gut funktioniert. Die Kliniken und die Versorgung, die da in aller Regel stattfindet, sind schon sehr hochwertig und qualitativ gut. Von daher ist man in Deutschland sehr gut versorgt als Patient.“

 
Intensiv-Pflegerin Katja trägt dazu bei, dass das deutsche Gesundheitssystem eines der besten der Welt ist.
 

Intensiv-Pflegerin Katja

Die hohe Arbeitsintensität des Pflegepersonals kann Intensiv-Pflegerin Katja nach sechsjähriger Erfahrung bestätigen: „Manchmal ist es so, dass mich ein einziger Patient wirklich fordert. Dann muss jede halbe Stunde Blut abgenommen werden, dann müssen die Dosierungen der Medikamente angeglichen werden. Wenn du dann die ganze Zeit diesen Patienten hast, der permanent auf der Kippe ist – das ist die größte Belastung. Wir sind halt auch nur Menschen und verlieren auch manchmal unsere Professionalität. Wir sitzen manchmal bei der Arbeit und müssen wegen diesem Fall weinen. Und da ist es dann ganz wichtig, dass wir viel miteinander reden und ein bisschen auf uns aufpassen. Um diesen Beruf zu verdauen und nicht die ganze Zeit diese Arbeit im Kopf zu haben, braucht man irgendwelche Sachen, die das abpuffern. Die Natur hilft mir total. Einfach rausgehen in den Wald, Fotos machen. Wenn ich dann noch Sport mit der Natur verbinden kann, draußen zum Beispiel klettern gehen kann oder so, dann ist das perfekt.“

Wie gut das deutsche Gesundheitssystem funktioniert, macht Katja auch an Dingen fest, die viele schon für eine Selbstverständlichkeit halten mögen, dem Bestehen einer Krankenversicherung: „Nicht in jedem Land bist du krankenversichert. Da denkst du natürlich nicht ‚Was mache ich eigentlich morgen, wenn ich auf einmal Leukämie bekomme?‘. Da hoffst du eben, es wird schon nichts passieren. Und wenn es dann soweit ist, dann sind die Leute, die Familien womöglich komplett pleite.“

Dass diese Aussage nicht aus der Luft gegriffen ist, untermauert Katja mit einem Beispiel aus ihrem Alltag: „Es kann sich keiner vorstellen, wie teuer zum Beispiel ein Tag auf der Intensivstation ist. Das sind pro Bett schon dreistellige Summen, ohne Beatmungsgeräte oder Nierenersatzverfahren, Computertomografie und solche Sachen. Und dann kann man sich vorstellen, wie teuer das erst ist, wenn du eine richtig fiese Erkrankung hast und zum Beispiel eine Chemotherapie brauchst. Da kostet einfach mal ein Medikament 500 Euro, und das kriegst du dreimal täglich. Und da kommen noch die immensen Kosten für die ganzen Geräte hinzu.“

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