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PKV publik 6.2015

Dr. Volker Leienbach, Vorsitzender des Verbandes der Privaten Krankenversicherung

Volker Leienbach, Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung

 

Editorial

 

Liebe Leserinnen und Leser,

bevor sich PKV publik in die Sommer­pause verabschiedet, werfen wir in die­ser Ausgabe noch einmal einen Blick auf die Jahrestagung des PKV-Verbandes, die sich ganz dem Thema Qualität in der Gesundheitsversorgung gewidmet hat. Dabei haben unterschiedliche Experten eindrucksvoll gezeigt, dass neben den finanziellen Herausforderungen in der Gesundheits- und Pflegepolitik auch die so genannten weichen Faktoren eine zentrale Rolle spielen, wenn wir unsere Gesellschaft gut auf die Zukunft vor­bereiten wollen. Gemeint ist damit vor allem eine Stärkung der Patientensouve­ränität – etwa durch mehr Transparenz, verständlichere Informationen und eine verbesserte Kommunikation.

Denn viele Menschen, die ernsthaft er­kranken oder pflegebedürftig werden, stehen plötzlich vor zahlreichen Fragen: An wen kann ich mich wenden? Was ist die geeignete Therapie für mich? Was geschieht, wenn ich den Alltag nicht mehr alleine bewältigen kann? Auf die­se oft existenziellen Fragen müssen dann schnell Antworten gefunden werden.

In diesem Heft zeigen wir Ihnen einige Beispiele, wie die Private Krankenver­sicherung dazu beiträgt, neben ihrer Kernkompetenz zur stabilen finanziellen Vorsorge auch diese weichen Faktoren zu stärken: Sei es durch die aufsuchen­de private Pflegeberatung, die gezielte Aufklärung Jugendlicher zum Thema Alkoholkonsum oder die gesundheitliche Information von Flüchtlingen in ihrer Muttersprache.

Das zentrale Vorhaben der PKV in die­sem Bereich ist zurzeit die Gründung der gemeinnützigen „Stiftung Gesundheits­wissen“. Sie soll einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Patientenkompetenz leisten. Die Informationen der Stiftung werden auf Basis der evidenzbasierten Medizin sowie der neuesten weltweit verfügbaren wissenschaftlichen Erkennt­nisse erarbeitet und sodann laienver­ständlich und praxisnah aufbereitet. Sie sollen Patienten dabei helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen.

Das ist eine große Aufgabe. Schon in die­sem Jahr soll die Stiftung mit ersten kon­kreten Projekten starten, die also auch in den Sommermonaten mit Hochdruck vorangetrieben werden. Eine dauerhafte Verbesserung der weichen Faktoren er­fordert eben viel harte Arbeit. Wir sind überzeugt, dass sich dieser Aufwand lohnt. Denn es ist und bleibt ein Kernan­liegen der Privaten Krankenversicherung, die Patienten in ihrer Selbstbestimmung und Wahlfreiheit zu stärken. Dazu wol­len wir mit der neuen gemeinnützigen „Stiftung Gesundheitswissen“ einen sehr konkreten Beitrag leisten.

Mit freundlichen Grüßen, Ihr

 

Volker Leienbach