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PKV publik 2.2015

 

Hilfe vor Ort

Mit Unterstützung der PKV können Mitarbeiter der Aidshilfen HIV-positiven Migranten helfen

Die Private Krankenversicherung finanziert nicht nur die bekannteste deutsche HIV-Aufklärungs­kampagne „Mach‘s mit“, sondern engagiert sich auch in kleineren Präventionsprojekten vor Ort.


 

Wer keine Arbeit findet, diskrimi­niert wird oder gar um sein Leben fürchten muss, ist bald bereit, auszuwan­dern und seine Heimat hinter sich zu las­sen. Ein Leben in Deutschland wird dann für viele zum begehrten Ziel: Die politi­sche und wirtschaftliche Stabilität ma­chen das Land zum Sehnsuchtsort. Doch wer in Deutschland keinen Aufenthalts­status bekommt, hat bei chronischen Krankheiten keinen Anspruch auf eine medizinische Behandlung. Viele blen­den diese Schwachstelle aus – vor allem, wenn sie vermeintlich gesund sind. Ihre Hoffnung ist, eines Tages alle Probleme lösen zu können.

Doch nicht für jeden geht dieser Wunsch in Erfüllung. Wer beispielsweise mit HIV oder Hepatitis C einreist, erfährt mitun­ter erst hier in Deutschland von seiner chronischen Infektion – denn die Betrof­fenen können monate- bis zu jahrelang beschwerdefrei sein. Bricht die Krank­heit aber aus, sind die Menschen rasch in Lebensgefahr, und der soziale Abstieg folgt auf dem Fuße. Oftmals ist die gan­ze Familie betroffen: Direkt, weil die An­gehörigen ebenfalls infiziert sind, oder indirekt, weil die Erkrankung von Vater oder Mutter die gesamte Familie belastet. Kommt dann noch eine (womöglich un­eingestandene) Drogenabhängigkeit hin­zu, verkompliziert sich die Lage weiter.

Auch mit den Mitteln der Privaten Kran­kenversicherung können die Mitarbeiter der Deutschen Aidshilfen betroffenen Menschen helfen. Ein Großteil der Hilfen erfolgt nach Bedarf, ad hoc und improvi­siert, im Zusammenwirken von Ärzten, Ehrenamtlichen, Sozialarbeitern und verständnisvollen Arbeitgebern.

Denn die Private Krankenversicherung engagiert sich schon seit den Anfängen der HIV-Epidemie in den 1980er Jahren in der HIV- und Aidsprävention. Seit ei­nigen Jahren gehen über die Deutsche AIDS-Stiftung jährlich 100.000 Euro ge­zielt in die Förderung von Projekten, die sich an HIV-positive Zuwanderer und ihre Familien richten. Über die von der Privaten Krankenversicherung geförder­ten Maßnahmen werden jährlich mehr als 7.000 Menschen erreicht.

Mit PKV publik sprach Sergiu Grimalschi, Referent für Migrationsarbeit bei der Ber­liner Aidshilfe, über seine Arbeit.


www.aidshilfe.de