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PKV publik 1.2015

Dr. Volker Leienbach, Vorsitzender des Verbandes der Privaten Krankenversicherung

Volker Leienbach, Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung

 

Editorial

 

Liebe Leserinnen und Leser,

36 Prozent der Menschen in Deutschland – also mehr als ein Drittel – sind von Pflegebedürftigkeit in ihrem persönlichen Umfeld betroffen oder rechnen in naher Zukunft damit. Das ist das Ergebnis einer Umfrage bei 2.000 Bürgerinnen und Bürgern, die das Meinungsforschungsinstitut INSA im Auftrag des PKV-Verbandes durchgeführt hat.

Das Thema Pflege ist damit endgültig mitten in unserer Gesellschaft angekommen: Neben den rund 2,6 Millionen Pflegebedürftigen selbst sind davon auch fast 30 Millionen Menschen aus dem engen persönlichen Umfeld betroffen. Nachhaltige Vorsorge, gute Beratung und der Einsatz für die Qualität der Pflege werden auch deshalb von Tag zu Tag wichtiger.

Die Private Krankenversicherung nimmt hier eine wichtige Rolle ein: Bereits vor 30 Jahren hat sie die freiwillige Pflegeversicherung als Vorsorgelösung ins Leben gerufen. Zum Vorteil für alle. Denn als der Gesetzgeber zehn Jahre später 1994 die Gesetzliche Pflegeversicherung beschloss, konnte er schon auf wichtige Erfahrungen zurückgreifen – etwa bei der Definition des Pflegebedürftigkeitsbegriffs.

Seitdem ist viel geschehen: Die PKV hat sich vom reinen Kostenträger zu einem aktiven Gestalter in der Pflege entwickelt. Sie übernimmt gesellschaftliche Verantwortung und steht den Betroffenen mit ihrer Pflegekompetenz partnerschaftlich zur Seite: In der Vorsorge, mit generationengerechten kapitalgedeckten Pflegeversicherungen, und in der Versorgung, als Garant für qualitativ hochwertige Pflegeberatung sowie mit der Qualitätsprüfung von Pflegeeinrichtungen. Mit diesem vielfältigen Engagement macht die Private Krankenversicherung die Pflege besser für alle Menschen.

Die Pflegeversicherung muss sich insgesamt gut auf die Folgen des demografischen Wandels und der stark steigenden Zahl von Pflegebedürftigen vorbereiten. Sie hat vor 30 Jahren als private Initiative begonnen und wird angesichts der demografischen Herausforderungen auch nur mit einer starken privaten, kapitalgedeckten Säule eine gute Zukunft haben.

Mit freundlichen Grüßen, Ihr

 

Volker Leienbach