• Vorlesen
  • A A A

PKV publik 10.2014

Vorbild im Ausland: Die Private Krankenversicherung

Wenn es um den Aufbau oder die Weiterentwicklung eines effektiven Gesundheitssystems in anderen Ländern geht, hat das deutsche System aus Privater und Gesetzlicher Krankenversicherung nach wie vor einen Vorbildcharakter. Das zeigt nicht zuletzt das hohe Interesse, das der Arbeit des Verbandes der Privaten Krankenversicherung aus dem Ausland entgegen gebracht wird.  So informierten sich in den vergangenen Monaten Delegationen aus den USA, Russland, Frankreich, Israel, Vietnam, Japan und der Slowakei über die Vorteile eines dualen Gesundheitssystems, die Erfahrungen mit Pflegezusatzversicherungen oder das Schlichtungsverfahren durch den Ombudsmann der Privaten Kranken- und Pflegeversicherung. Die Besuchergruppen kamen dabei unter anderem aus Ministerien, Verbänden oder Versicherungsunternehmen.

Auf besonderes Interesse stoßen in jüngster Zeit vor allem die Erfahrungen rund um die Einführung der geförderten Pflegezusatzversicherung. So gibt es etwa in Japan, das von einer vergleichbar starken Alterung der Gesellschaft betroffen ist wie Deutschland, Bestrebungen, ein vergleichbares Versicherungsangebot einzuführen. Ein ähnliches Interesse zeigte der amerikanische Lobbyverband AARP („Amerikanische Vereinigung der Ruheständler“), da Pflegeversicherungsprodukte in den USA noch immer ein Nischendasein führen.

Der Französische Rechnungshof hingegen wollte vor allem Details zur Kostenentwicklung im deutschen Gesundheitswesen im Allgemeinen und in der Privaten Krankenversicherung im Besonderen erfahren.

Die hochrangigste Delegation, die in jüngster Zeit das Berliner PKV-Büro besuchte, kam vom russischen Sozialversicherungsverband, der mit Vertretern mehrerer Ministerien anreiste. Im Beisein von Vertretern des Bundesgesundheitsministeriums sowie der Patienten- und Behindertenbeauftragen der Bundesregierung informierte sich die Delegation über den Aufbau und die Erfahrungen mit der PKV-Schlichtungsstelle. Das Treffen Anfang Dezember endete mit einer gemeinsamen Vereinbarung über die Etablierung eines Ombudsmannes in Russland.