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PKV publik 10.2014

Editorial

 

Liebe Leserinnen und Leser,

einmal im Jahr kommen die Mitarbeiter der PKV-Abteilung für die Qualitätsprüfung von Pflegeeinrichtungen aus allen Teilen der Bundesrepublik zusammen, um ihre Erfahrungen auszutauschen und sich über die neuesten Entwicklungen in der Pflege zu informieren. Lob für ihre Arbeit bekamen sie in diesem Jahr von einem prominenten Gast. Der Pflege-Bevollmächtigte der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Josef Laumann aus dem Bundesgesundheitsministerium, lobte ihre Arbeit ausdrücklich: „Die Prüfdienste leisten bei ihren Qualitätsprüfungen in Pflegeeinrichtungen grundsätzlich gute Arbeit. Um gute Pflegequalität zu gewährleisten, bleiben regelmäßige und unangemeldete Qualitätsprüfungen und Kontrollen in Pflegeeinrichtungen richtig und wichtig.“

Unabhängig von der guten Arbeit des PKV-Prüfdienstes gibt es jedoch grundsätzliche Kritik an der Systematik der Pflegenoten. Diese sind in der heutigen Form für die Verbraucher nicht aussagekräftig und müssen damit als gescheitert angesehen werden. Denn bisher wird nicht unterschieden zwischen unabdingbaren Kernkriterien, die eine gute Pflegeeinrichtung auf jeden Fall erfüllen muss, und weniger wichtigen Faktoren. Dies führt weder zu Transparenz noch zu mehr Qualität in den Pflegeeinrichtungen.

Die Private Krankenversicherung unterstützt daher den Vorstoß von Staatssekretär Laumann, dass die Bewertungsmaßstäbe für die Transparenznoten neu festgesetzt und geschärft werden müssen. Dies sollte auf objektiver Grundlage durch den Gesetzgeber geschehen und nicht in der bisherigen Form einer Vereinbarung zwischen den Verbänden der Pflege-Selbstverwaltung.

Um eine zutreffende Abbildung der Pflege und der Pflegeergebnisse zu ermöglichen, wird die Private Krankenversicherung bei der Weiterentwicklung des Prüfsystems mithelfen, denn sie versteht sich auch als Unterstützer und Berater der Versicherten. Dabei kann sie mittlerweile auf eine umfassende Erfahrung des PKV-Prüfdienstes aus rund 8.000 Einzelprüfungen von ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen zurückgreifen.

Wir werden auch im neuen Jahr nicht nachlassen, das sehr gute deutsche Gesundheits- und Pflegesystem noch patienten- und verbraucherfreundlicher zu gestalten. Ihnen und Ihren Familien wünsche ich nun aber zunächst für die Weihnachtszeit und die Jahreswende ausreichend Gelegenheit zur Erholung, um das Jahr 2015 mit neuer Energie angehen zu können.

Mit freundlichen Grüßen, Ihr

 

Volker Leienbach