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PKV publik 9.2014

Immer weniger Organspender

Die Bereitschaft zur Organspende nimmt weiter ab. In den alten Bundesländern sei die Zahl der Spender auf dem niedrigsten Stand seit Gründung der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) vor 30 Jahren, sagte Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der DSO, Anfang November auf dem Jahreskongress der Stiftung. In den ersten neun Monaten dieses Jahres spendeten bundesweit nur noch 649 Menschen nach ihrem Tod Organe. Im vergleichbaren Zeitraum waren es im vergangenen Jahr 675, im Jahr 2012 noch 829. Demgegenüber stehen rund 11.000 schwer kranke Menschen, die in Deutschland auf ein Spenderorgan warten.

Mitverantwortlich für diese Entwicklung sei der Skandal um die Vergabe von Organen: „Die Manipulationen der Wartelisten und dadurch der Vergabe der Spenderorgane haben der Organspende immens geschadet. Die Verunsicherung betrifft sowohl Teile der Bevölkerung als auch die Mitarbeiter in den Kliniken selbst. Aber auch andere Faktoren können zur Erklärung beitragen, etwa geänderte Behandlungsstrategien von Patienten mit schwerer Hirnschädigung, zu denen auch frühzeitige Therapielimitierungen unter Berücksichtigung des Patientenwillens gehören,“ sagte Rahmel. Durch eine gute, transparente und klar strukturierte Arbeit wolle die DSO nun dazu beitragen, dass das Vertrauen in das Transplantationssystem wieder gestärkt wird.

Die PKV unterstützt weiterhin das Ziel, dass sich so viele Menschen wie möglich mit dem Thema Organspende auseinandersetzen und eine bewusst eigene Entscheidung für oder gegen eine Spende ihrer Organe treffen.


Weitere Informationen unter: www.pkv.de/verband/engagement/organspende