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PKV publik 9.2014

Älteres Ehepaar liegt lächelnd in der Hängematte
 

Älter werden in Balance

Die PKV unterstützt das neue Präventionsprogramm der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Die Zahl pflegebedürftiger Menschen wird in den nächsten Jahrzehnten deutlich zunehmen. Das neue Präventionsprogramm soll dieser Entwicklung ein Stück weit entgegenwirken.


 

Wer Mick Jagger in der letzten Zeit auf der Bühne erlebt hat, weiß: Dieser 71-Jährige ist noch ziemlich fit. Mehrmals in der Woche geht der Frontmann der Rolling Stones joggen, er schwimmt, fährt Rad oder macht Kickboxen. Sogar Yoga und Pilates stehen auf seinem Trainingsplan. Jagger weiß wofür: Von körperlicher Schwäche kaum eine Spur.

Nun muss nicht jeder im Alter ein Fitnessprogramm wie Mick Jagger absolvieren. Aber eines ist klar: Mehr Bewegung tut gut. Indem ich die Treppen statt den Aufzug nehme, indem ich den Sonntag statt auf dem Sofa mit einem Herbstspaziergang verbringe, indem ich einen Gymnastikkurs bei der Volkshochschule besuche. Wichtig ist: Jeder Bewegungseinsatz lohnt sich – keineswegs nur im Sportanzug. Denn wer sich mehr bewegt, hält Gehirn und Körper fit, und kann so selbst etwas dafür tun, seine Gesundheit auch im Alter möglichst lange zu erhalten.

Regelmäßige Bewegung ist die beste Vorbeugung gegen viele Alterskrankheiten

Denn die neuere Forschung zeigt, dass zur Vorbeugung einer Vielzahl typischer Alterskrankheiten der regelmäßigen Bewegung eine Schlüsselrolle zukommt. Auch in hohem und selbst in höchstem Alter lohnt es sich noch, damit anzufangen, weil es dazu beiträgt, dass Menschen länger selbstständig und ohne fremde Hilfe leben können. Mehr und regelmäßige Bewegung kann Pflegebedürftigkeit aufschieben helfen – oder sogar ganz verhindern. Aktuelle Studien belegen sogar, dass körperliche Bewegung und Kräftigung selbst dann positive Effekte haben, wenn bereits Einschränkungen oder Erkrankungen vorliegen. Vielen Älteren ist der Nutzen jedoch entweder nicht in dem Maße bewusst – oder der Anreiz, sich mehr zu bewegen, ist noch nicht groß genug. Untersuchungen belegen jedenfalls, dass sich 80 Prozent der 60- bis 79-Jährigen nicht ausreichend bewegen.

Die Private Krankenversicherung hat sich deshalb zur Prävention von Pflegebedürftigkeit entschieden, ein bundesweites Präventionsprogramm zur Förderung von Selbstbestimmung, Mobilität und Lebensqualität älterer Menschen zu unterstützen, das in diesem Jahr beginnt. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat zu diesem Zweck das Programm „Älter werden in Balance“ gestartet, das Maßnahmen zur Aufrechterhaltung und Stärkung von körperlicher und psychischer Gesundheit, Wohlbefinden und sozialer Teilhabe kombiniert. Es wurde gemeinsam mit namhaften Altersforschern entwickelt und richtet sich an Frauen und Männer ab 65 Jahren in Deutschland.

„Die Private Krankenversicherung sichert mit ihren Voll- und Zusatzversicherungen nicht nur das Pflegerisiko nachhaltig ab, sie setzt sich auch dafür ein, dass Pflegebedürftigkeit möglichst gar nicht erst entsteht“, erklärte PKV-Verbandsdirektor Volker Leienbach zum Start des Projektes. „Denn wenn es uns gelingt, die Anzahl gesunder Lebensjahre jedes Einzelnen zu erhöhen, ist das nicht nur gut für die Kostenträger, sondern vor allem für jeden Einzelnen wie für auch unsere gesamte Gesellschaft.“

Denn Pflege und Pflegebedürftigkeit entwickeln sich immer mehr zum gesellschaftlichen Megathema. Nach Experteneinschätzung wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland von heute zweieinhalb Millionen Menschen bis zum Jahr 2055 verdoppeln. Weil die Einwohnerzahl allen Prognosen nach bis dahin auf nur noch rund 71 Millionen Menschen gesunken sein wird, wird nicht mehr wie heute jeder Zweiunddreißigste, sondern dann jeder Fünfzehnte in Deutschland pflegebedürftig sein. Mit ihrem neuen Engagement bei „Älter werden in Balance“ leistet die Private Krankenversicherung aus Eigeninitiative schon heute einen Beitrag, um dieser gesamtgesellschaftlichen Herausforderung entgegen zu wirken.

Das Präventionsprogramm „Älter werden in Balance“ ist der jüngste Baustein im Pflege-Engagement der Privaten Krankenversicherung. Mit der COMPASS-Pflegeberatung sowie der gemeinnützigen Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege, dem eigenen Prüfdienst für Pflegeeinrichtungen und einem breiten Angebot an Pflegezusatzversicherungen trägt die Private Krankenversicherung seit vielen Jahren zur Verbesserung der Pflege in ganz Deutschland bei. Sie ist damit längst nicht nur nachhaltiger Finanzierer des Gesundheitssystems, sondern treibende Kraft für mehr Qualität.