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PKV publik 8.2014

Manfred Poweleit verstorben

In der Versicherungsbranche gehörten sie zur regelmäßigen Lektüre: der Map-Report und das Map-Fax. Beide trugen in ihrem Namen die Abkürzung ihres Herausgebers, Manfred Poweleit. Nun ist der renommierte Branchenkenner und Journalist im Alter von 59 Jahren überraschend in seinem Wohnhaus in Artlenburg/Elber verstorben.

Sein Tod reißt eine schwer zu schließende Lücke in den Versicherungsjournalismus. Denn nur wenige verfügen über so detailliertes Branchenwissen wie dies bei Manfred Poweleit der Fall war. Sein Handwerk lernte er nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre und der Publizistik beim Westfalenblatt, bei der Wirtschaftswoche und beim Manager-Magazin. Im Jahr 1990 gründete er seinen Branchendienst Map-Report.

In seinen Texten kritisierte der gebürtige Emdener die Versicherungsbranche mit deutlichen Worten und doch mit Augenzwinkern. So bemängelte er im August dieses Jahres unter der Überschrift „Kannitverstan“ , dass vielen Unternehmen „die Erkenntnis verloren gegangen sei, dass Versicherer und Verbraucher einander verstehen müssen.“

Oft kritisierte er auch mit einem Seitenhieb die Vorurteile gegen die Versicherungsbranche in einem allzu schnelllebigen Sensationsjournalismus. So schrieb er noch im Juli: „Die Bundesagentur für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat wieder schlechte Nachrichten für Deutschlands Versicherungshasser. Den aktuellen Stresstest der Versicherungsaufsicht haben alle 88 Lebensversicherer und alle 42 privaten Krankenversicherer bestanden, sind also besser als ihr Ruf.“

Solche Sätze machen Manfred Poweleit unvergessen. Die Private Krankenversicherung trauert um einen hervorragenden Fachjournalisten und ein echtes Original.