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PKV publik 6.2014

Frau liegt am Strand und ließt ein Buch
 

Schöne Ferien

Für eine sorgenfreie Urlaubsreise ist eine private Auslandsreise-Krankenversicherung unverzichtbar

Insbesondere Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen können mit einer Auslandsreise-Krankenversicherung Deckungslücken schließen, die teilweise erheblich sind.



Die großen Ferien bedeuten für die meisten Menschen Sonne, Freizeit und vor allem: Auslandsreisen. Über 70 Millionen Urlaubsreisen haben die Deutschen im Jahr 2013 unternommen. Davon gingen laut dem Deutschen Reiseverband mehr als 49 Millionen über die Staatsgrenzen hinaus. Unerlässlich dafür ist eine Auslandsreisekrankenversicherung. Über 22 Millionen Menschen haben eine entsprechende Police abgeschlossen und sichern sich damit eine sorgenfreie Ferienzeit.

Insbesondere Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen können mit einer Auslandsreise-Krankenversicherung Deckungslücken im Krankheitsfall schließen, die erheblich sein können. Zwar sind auch gesetzlich Versicherte bei Reisen in die Staaten des Europäischen Wirtschaftsraumes und in die Schweiz mit ihrer Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) ausgestattet. Das gleiche gilt für Länder, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht.

Vor allem gesetzlich Versicherte sollten Deckungslücken schließen.

Allerdings gibt es weitreichende Einschränkungen im Versicherungsschutz: Die Kosten der ambulanten und stationären Behandlung werden nur im Rahmen der jeweiligen Krankenversicherung im Urlaubsland übernommen. Der Leistungsumfang und die Leistungsdauer richten sich nach den dort gültigen Rechtsvorschriften – als wären die Reisenden in dem jeweiligen Land versichert.

Das kann im Krankheitsfall zu einem eingeschränkten Versicherungsschutz und zu einer hohen Selbstbeteiligung führen. Es kann auch vorkommen, dass der behandelnde Arzt die Europäische Krankenversicherungskarte nicht anerkennt und von den Patienten ein Privathonorar verlangt. In solchen Fällen erstattet die gesetzliche Krankenkasse daheim nur den Vertragssatz des jeweiligen Reiselandes. Auch die Behandlung in privaten Krankenhäusern ist grundsätzlich nicht abgedeckt. Mit einer privaten Auslandsreise-Krankenversicherung können diese Deckungslücken geschlossen werden.

Es gibt zahlreiche Länder, in denen man im Krankheitsfall nicht aufgrund einer EU-Vereinbarung oder eines Sozialabkommens abgesichert ist. Dazu gehören  zum Beispiel die meisten Staaten in Amerika und Asien, einige Länder Osteuropas, Australien und Monaco.

In diesen Ländern müssen gesetzlich Versicherte die Kosten für ärztliche ambulante Behandlungen, die Unterbringung im Krankenhaus und die Versorgung mit Medikamenten komplett selbst tragen. Deshalb ist insbesondere bei Reisen in diese Länder eine Auslandsreise-Krankenversicherung dringend zu empfehlen.

Privatversicherte sind bei Auslandsreisen besser abgesichert. Für sie gilt der Versicherungsschutz in ganz Europa. Für die Dauer von maximal einem Monat, bei manchen Versicherungsunternehmen bis zu drei Monaten, gilt der private Vollschutz auch weltweit. Zudem kann die Geltungsdauer durch besondere Vereinbarung auch über diese Zeitspanne hinaus ausgeweitet werden. Wer länger verreisen möchte oder für einige Zeit beruflich ins Ausland muss, kann mit seiner Krankenversicherung vor Reiseantritt über eine Verlängerung des Auslandschutzes sprechen.

Nichtsdestotrotz ist der Abschluss einer Auslandsreise-Krankenversicherung auch für Privatversicherte in vielen Fällen sinnvoll. Denn oft ist ein notwendig werdender Rücktransport in die Heimat in den normalen Krankenversicherungsverträgen nicht vorgesehen. Wenn diese Leistung nicht abgesichert ist, ist der Abschluss einer Auslandsreise-Krankenversicherung dringend zu empfehlen. Denn je nach Aufenthaltsort und Krankheit können die Kosten für einen notwendigen Rücktransport erheblich sein. Das gleiche gilt natürlich auch für gesetzlich Versicherte. Denn hier ist ein Rücktransport generell nicht vorgesehen.

Wichtig für Privatversicherte: Absicherung eines Rücktransports.

Und noch aus einem weiteren Grund kann der Abschluss einer Auslandsreise-Krankenversicherung für Privatversicherte sinnvoll sein: Kosten für eine ärztliche Behandlung im Ausland, die von dieser Versicherung übernommen werden, gefährden nicht den Anspruch auf Beitragsrückerstattung in der Krankenvollversicherung.

Die klassischen Jahrestarife der Auslandsreise-Krankenversicherung gelten für alle Urlaubsreisen, die in einem Jahr unternommen werden und eine im Vertrag festgelegte Dauer von in der Regel sechs Wochen pro Reise nicht überschreiten. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Versicherungsmöglichkeiten für alle, die länger im Ausland bleiben wollen – etwa als Au Pair, als Praktikant, Student oder Arbeitnehmer. Alle Informationen dazu sowie die Kontaktdaten der Versicherungsunternehmen finden sich in einer kostenlosen Broschüre des PKV-Verbandes.


Weitere Informationen zum Thema finden Sie im Broschürenbereich unserer Internetseite: www.pkv.de/service/broschueren/verbraucher