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PKV publik 5.2014

PKV-Qualitätssiegel für die Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen

Qualität soll zukünftig eine größere Rolle bei der Vergütung von Krankenhausleistungen spielen. Die Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen ist in dieser Hinsicht hervorragend aufgestellt. Dafür hat sie nun das Qualitätssiegel des PKV-Verbandes erhalten.

Von Dr. Georg Rüter



Mit dem Vertrag über Qualität und Service stationärer Leistungen und der Erlangung des Qualitätssiegels des PKV-Verbandes rundet die Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen gem. GmbH (KHO) mit ihrem Franziskus Hospital Bielefeld, dem Mathilden Hospital Herford und dem Sankt Vinzenz Hospital Rheda-Wiedenbrück ihre langjährig angelegte Qualitätspolitik weiter ab. Bereits im Jahr 2000 ließen sich die Häuser der KHO nach der international gültigen DIN ISO-Norm 9001:2000 umfassend prüfen und zertifizieren, seinerzeit als erstes Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen. Auf der Grundlage dieses Qualitätsmanagementsystems erfolgten weitere Schritte in Richtung umfassender und kontinuierlicher Qualitätssicherung und -verbesserung.

Qualitätspartner der PKV können nur Kliniken werden, die anhand gesetzlich vorgeschriebener medizinischer Daten für alle Messwerte des jeweiligen Leistungsbereiches überdurchschnittliche Ergebnisse ausweisen. Weitere Bedingungen sind ein hochwertiges Komfortangebot im Bereich der Ein- und Zweibettzimmer und keinerlei Abrechnungsprobleme mit der PKV. Die Qualitätspolitik der KHO beschränkt sich nicht auf Marmorbäder und große Fernsehbildschirme: Gerade bei der vor kurzem in Betrieb genommenen Wahlleistungsstation des Sankt Vinzenz Hospitals wurde besonderer Wert auf den Heilungsprozess, die Pflegemaßnahmen und unterstützende Architektur gelegt.

Die Überzeugung, dass nur überdurchschnittliche Qualität von Krankenhausleistungen sich durchsetzen wird, hat die KHO schon lange, zumal das Fallpauschalen-System vollständige Leistungstransparenz und landeseinheitliche Bezahlung bewirkt. Qualitätspolitik als Kern der gesamten Unternehmenspolitik muss immer alle Facetten unternehmerischen Tuns beinhalten. Neben der medizintechnischen Ausstattung der Bauinfrastruktur kommt es vor allem auf die Qualifikation der Mitarbeiter und deren persönliche Qualitätsambition an.

Die KHO-Häuser sind vor zwei Jahren der bundesweiten Initiative Qualitätskliniken.de beigetreten. Hier geht es neben objektiven medizinischen Daten um die Qualitätsdimensionen Patientensicherheit (zum Beispiel OP-Bereich und Hygiene), Patienten- und Einweiserzufriedenheit; ferner seit Mai 2014 auch um die Dimension Ethik und Werte, die gerade für traditionsreiche kirchliche Häuser von existenzieller Relevanz ist.

Mittel- und langfristig ist davon auszugehen, dass überdurchschnittliche Qualität auch eine überdurchschnittliche Vergütung erhalten wird. Oder aber, dass mittelmäßige Krankenhäuser Preisabschläge hinnehmen müssen. Mit diesem Kurs eines uneingeschränkten Bekenntnisses zur Qualität sieht sich das Franziskus Hospital gemeinsam mit seinen Schwesterkrankenhäusern in Herford und Rheda-Wiedenbrück in der bisherigen Geschäftspolitik bestätigt und sieht deshalb trotz der Unsicherheiten im Kranken­haussektor optimistisch in die Zukunft.


www.kho-bielefeld.de