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PKV publik 4.2014

Profischwimmer im Schwimmbecken
 

Vorsprung ausgebaut

Unabhängige Experten bescheinigen der PKV sehr gute Leistungen

Die Leistungen in der PKV werden immer besser. Sie gelten unbegrenzt und können nicht vom Gesetzgeber gekürzt werden.


 

Das Urteil der Tester ist klar: „Mit jedem dieser Angebote sichern sich Kunden deutlich höhere Leistungsansprüche als in der Gesetzlichen Krankenversicherung“. Ob die Kostenübernahme für rezeptfreie Medikamente oder für hochwertigen Zahnersatz, ob die schnelle Terminvergabe beim Facharzt oder die Chefarztbehandlung im Krankenhaus: Der Leistungsvorsprung der aktuellen PKV-Tarife vor den gesetzlichen Kassen kann sich sehen lassen.

Über hundert Tarife haben die Autoren der Stiftung Warentest für ihr neues Ranking untersucht. Über die Bewertungskriterien lässt sich dabei durchaus streiten. Wie jeder Tarifvergleich ist auch dieses Ranking der Zeitschrift „Finanztest“ in der Auswahl und Gewichtung der bewerteten Tarifbestandteile von vornherein begrenzt, schematisierend und damit verzerrend – der Tarifvergleich erübrigt auf keinen Fall die Beschäftigung mit den einzelnen Tarifen anhand der individuellen Bedarfssituation. So wird beispielsweise die Unterkunft im Einbettzimmer nicht besser benotet als die im Zweibettzimmer, obwohl sie vielen Kunden wichtig ist – und den jeweiligen Tarif natürlich vergleichsweise teurer macht. Wer vor seiner Entscheidung möglichst umfassend informiert sein möchte, sollte daher auch auf die Rankings anderer Anbieter, auf die Beratung durch einen qualifizierten Vermittler oder auf den direkten Vergleich einzelner Tarifbedingungen und ihrer Preise zurückgreifen.

Die Grundaussage ist aber klar: Die langfristig besten Leistungen gibt es nur in der Privaten Krankenversicherung. Und der Vorsprung wächst.

„Viele Unternehmen haben ihr Angebot deutlich verbessert“, bescheinigt „Finanztest“ mit Blick auf die neuen sogenannten Unisex-Tarife in der Privaten Krankenversicherung. Nicht nur, dass viele dieser Tarife noch deutlich umfassendere Leistungen bieten als ihre Vorgänger – beispielsweise für Psychotherapie oder Hilfsmittel.

Dazu kommen die grundsätzlichen Vorteile der PKV: Seit jeher ist das Leistungsversprechen der Privaten Krankenversicherung zeitlich unbegrenzt und kann nicht wie in der Gesetzlichen Krankenversicherung nachträglich vom Gesetzgeber eingeschränkt werden. Dagegen haben Kassenpatienten laut „Finanztest“ in den vergangenen Jahren etliche Leistungskürzungen hinnehmen müssen – beispielsweise bei Sehhilfen und beim Zahnersatz.

In der PKV zählt allein die medizinische Notwendigkeit.

Während die Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung nach gesetzlicher Vorgabe nur „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“ sein müssen, zählt in der Privaten Krankenversicherung einzig und allein das Kriterium der medizinischen Notwendigkeit. Die Leistungen basieren auf dem Vertrag mit dem Kunden und nicht auf der Kassenlage der Versicherung. Aus diesem Grund kommen beispielsweise innovative Behandlungs- und Untersuchungsmethoden Privatpatienten oft deutlich früher zugute (siehe PKV Publik 3/2014). Und während die Gesetzliche Krankenversicherung als Pflichtversicherung weitgehend einheitliche Leistungen anbietet, profitieren alle Neukunden in der PKV von einer großen Wahlfreiheit, die es ihnen ermöglicht, viele Leistungen mit abzusichern, die die GKV nicht bezahlen darf: etwa alternative Heilmethoden oder Wahlleistungen im Krankenhaus.

Die Redakteure von „Finanztest“ sind nicht die einzigen unabhängigen Analysten, die der PKV gute Leistungen bescheinigen. Mit der Umstellung auf die Unisex-Tarife habe die Qualität der gesamten Tarifwelt kontinuierlich zugenommen, beurteilt beispielsweise auch der Analysedienst „KVpro.de“ die Entwicklung. So gebe es nun unter anderem auch bei der  Suchtentwöhnung deutlich bessere Leistungen. Und auch in diesem Jahr halte der Trend zu mehr Leistungen an.

Weitere Marktbeobachter bestätigen diese Einschätzung: Es gebe immer weniger „Billigtarife“ auf dem Markt, deren Leistungen hinter denen der Gesetzlichen Krankenversicherung zurückblieben. schlussfolgert das Analysehaus Franke & Bornberg. Anders als in der Gesetzlichen Krankenversicherung hätten die Kunden in der PKV aber weiterhin vielfältige Wahlmöglichkeiten bei der Zusammenstellung ihres gewünschten Versicherungsschutzes.

Diese hohe Qualität der Leistungen in der PKV lässt sich gut an der Kundenzufriedenheit der rund neun Millionen Privatversicherten erkennen. Umfragen renommierter Meinungsforschungsinstitute ermitteln regelmäßig Spitzenwerte von über 95 Prozent an Versicherten, die sich gut oder sehr gut für den Krankheitsfall abgesichert fühlen.

Ein weiterer Beleg dafür, wie gut die PKV die Erwartungen ihrer Versicherten erfüllt, ist die Entwicklung der Beschwerdezahlen beim PKV-Ombudsmann, der neutralen Schlichtungsstelle der Branche. So gingen 2013 mit 5.984 schriftlichen Eingaben rund 5,8 Prozent weniger Fälle als im Jahr zuvor beim Ombudsmann ein. Damit setzt sich der Trend fort, denn auch 2012 war die Zahl der Beschwerden schon rückläufig.

Im Verhältnis zur Gesamtzahl der Verträge in der PKV zeigt sich noch deutlicher, wie selten es zu ernsten Problemen zwischen den Versicherungsunternehmen und ihren Kunden kommt: Gemessen an den vielen Millionen Versicherungen bewegt sich die Beschwerdequote im Promillebereich. Umgerechnet fielen 2013 auf 100.000 Verträge mit teilweise mehreren Leistungsfällen im Jahr nur 15 Beschwerden beim Ombudsmann an. Und dabei ist noch nicht einmal berücksichtigt, dass nur knapp drei Viertel der Beschwerden nach Auffassung des Ombudsmanns überhaupt formal zulässig waren – geschweige denn sachlich berechtigt.

Doch nicht nur mit Blick auf die Leistungen haben die Kunden der Privaten Krankenversicherung zurzeit allen Grund zur Zufriedenheit. Lob gibt es auch für die aktuelle Beitragsentwicklung der Branche. „Privat schlägt gesetzlich“ titelte unlängst das „Handelsblatt“ anhand einer Untersuchung von KVpro.de. Über 1.100 Tarifkombinationen hatten die Freiburger Experten analysiert. Das Ergebnis laut „Handelsblatt“: „Bei drei Viertel der mehr als 1.000 Unisex-Tarife bleibt der Beitrag konstant. Bei knapp einem Viertel sinkt er sogar, teilweise sogar zweistellig. Nur in relativ wenigen Tarifen haben einige wenige Versicherer die Prämien angehoben.“

Für diese erfreuliche Entwicklung finden sich weitere Zeugen: So schreibt das Analysehaus Franke & Bornberg, dass die wenigen Beitragsänderungen in der PKV zurzeit „kaum ins Gewicht fallen“. Wenn überhaupt, beträfen sie oft nur Nebenbereiche wie das Krankentagegeld. Und im Gegenzug seien auch Prämiensenkungen zu beobachten.  Das Analysehaus Morgen & Morgen kommt nach einem Vergleich hunderter Neugeschäftsbeiträge mit denen des Vorjahres zu einem ähnlichen Fazit.

Zugespitzte Medienberichte über angeblich drastische Beitragsexplosionen in der PKV erweisen sich daher im Realitätstest als unbegründet. So lautet – zugespitzt formuliert – auch die Erkenntnis des Branchendienstes map-report im Zuge seiner Beobachtungen: „Seit nunmehr 15 Jahren sucht map-report … nach den berüchtigten vielbeschriebenen Beitragsexplosionen. Und sucht. Und sucht. Vergeblich.“

Zwar lassen sich Beitragsanpassungen für die Versicherten im Laufe des Lebens nicht gänzlich vermeiden. Doch die steigende Lebenserwartung und der medizinisch-technische Fortschritt betreffen alle Kostenträger im Gesundheitssystem gleichermaßen. Daher müssen auch gesetzlich Versicherte mit regelmäßigen Beitragssteigerungen rechnen. Laut einer Analyse der Deutschen Aktuarvereinigung betrugen die effektiven Beitragssteigerungen in der PKV seit 1997 im Durchschnitt knapp 3,3 Prozent und in der GKV rund 3,1 Prozent pro Jahr.

Für ältere Versicherte kommen in der Privaten Krankenversicherung gleich mehrere beitragsentlastende Faktoren zum Tragen. So fällt mit dem 61. Lebensjahr der sogenannte gesetzliche Zehn-Prozent-Zuschlag am Beitrag weg. Der Beitrag wird also schlagartig um zehn Prozent billiger, und nicht nur das: Das bis dahin aufgebaute und verzinste Geld aus diesem Zuschlag wird dafu¨r verwendet, künftigen Beitragserhöhungen ab dem 65. Lebensjahr entgegenzuwirken. Mit Eintritt der Rente entfällt zudem die Notwendigkeit, sich gegen Verdienstausfälle abzusichern – und der PKV-Beitrag verringert sich um den Tarifbeitrag des Krankentagegeldes.

Darüber hinaus gibt es mit dem Standard- und dem Basistarif zwei etablierte Sozialtarife in der PKV, deren Beitrag nach gesetzlicher Vorgabe nie den Höchstbeitrag der Gesetzlichen Krankenversicherung übersteigen kann. Zum Beispiel hat ein 66-jähriger Mann nach 34 Jahren Versicherungszeit in einem üblichen PKV-Tarif danach im Standardtarif einen Beitrag von 113,66 Euro und eine 72-jährige Frau mit 33 Jahren Versicherungszeit einen Beitrag von 189,21 Euro für Leistungen vergleichbar mit dem Niveau der Gesetzlichen Krankenkassen. Der Durchschnittsbeitrag im Standardtarif beträgt 280 Euro, wobei es auch hier bis zu 140 Euro Zuschuss von der Rentenversicherung gibt.

Das zeigt: Passgenaue Lösungen stehen den Privatversicherten also nicht nur zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses offen, sondern ausdrücklich auch dann, wenn sie einmal in schwierige Lebenslagen geraten sollten. Der Großteil der Privatversicherten hat allerdings keine Probleme damit, seine Beiträge auch im Alter zu bezahlen: Nur etwa 0,8 Prozent aller Versicherten nahmen 2013 einen der beiden Sozialtarife in Anspruch – ein weiteres starkes Indiz für die große Zufriedenheit der Kunden in der Privaten Krankenversicherung.