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PKV publik 4.2014

ISAR-Klinikum erhält das Qualitätssiegel des PKV-Verbandes

Der Verband der Privaten Krankenversicherung würdigt mit der Vereinbarung einer Qualitätspartnerschaft mit dem ISAR-Klinikum in München die hohe Qualität der medizinischen Versorgung sowie die besondere Ausstattung des Hauses.


 

„Die Auszeichnung als Qualitätspartner der PKV nur wenige Jahre nach unserer Gründung zeigt, dass wir von Anfang an sehr hohe Qualitätsstandards etablieren konnten“, sagt Andreas Arbogast, Geschäftsführer der ISAR Kliniken GmbH. Bei der Qualitätspartnerschaft wurde das ISAR Klinikum für außerordentliche Leistungen in den Fachbereichen Kardiologie, Orthopädie sowie Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie ausgezeichnet.

Das Qualitätssiegel der PKV, das im Rahmen der Partnerschaft verliehen wird, soll Patienten eine bessere Orientierung für die Auswahl eines Krankenhauses ermöglichen. Regelmäßige Überprüfungen sorgen dafür, dass die hohen Anforderungen dauerhaft erfüllt werden. Der stellvertretende PKV-Verbandsdirektor Joachim Patt erläutert: „Wir richten uns nach den gesetzlich vorgegebenen Qualitätskriterien, die ausnahmslos für alle Patienten eines Krankenhauses gelten. So leisten wir als PKV einen wichtigen Beitrag zur besseren Information aller Patienten über die medizinische Qualität im stationären Sektor und beschränken uns nicht nur auf Fragen des Komforts in den Ein- und Zweibettzimmern.“

Voraussetzung für eine Qualitätspartnerschaft ist eine weit über dem Durchschnitt liegende medizinische Qualität in ausgewählten, wichtigen Leistungsbereichen. Dafür müssen in dem jeweils untersuchten Behandlungsmodul mehr als 50 Fälle nachgewiesen werden. Den Nachweis erbringen die Krankenhäuser durch ihre Qualitätsdaten, die nach der Systematik der gesetzlichen Qualitätssicherung im Krankenhaus erhoben werden.  Sie umfassen zum Beispiel Angaben zur Durchführung von Eingriffen bis hin zu Komplikationen und müssen zur Auswertung an eine Landesgeschäftsstelle Bayern zur Qualitätssicherung übermittelt werden.

Qualitätspartner können nur Kliniken werden, die anhand dieser medizinischen Daten für alle Messwerte des jeweiligen Leistungsbereichs besser sind als die bundeseinheitlichen Vorgaben.  Weitere Bedingungen sind  ein hochwertiges Komfortangebot im Bereich der Ein- und Zweibettzimmer. Auch dürfen keine Abrechnungsprobleme mit den privaten Krankenversicherungen bestehen. Mit dem Gütesiegel ausgezeichnete Häuser werden darüber hinaus in regelmäßigen Abständen auf die Einhaltung der Kriterien überprüft. Derzeit gibt es bundesweit Qualitätspartnerschaften mit 132 Kliniken.

Ziel des 2012 etablierten Partnerschaftsprogramms ist es, Patienten eine hervorragende Versorgung und Unterbringung im Krankenhaus zu garantieren. Gleichzeitig soll das Qualitätssiegel allen Patienten unabhängig vom Versichertenstatus die Suche nach einem geeigneten Krankenhaus erleichtern.

Mit dieser Idee nimmt die Private Krankenversicherung einmal mehr eine Vorreiterrolle in Sachen Qualitätssicherung ein. Denn mittlerweile hat auch die Politik die Wichtigkeit dieses Themas erkannt und plant eine Qualitätsoffensive im Krankenhausbereich. So soll es etwa zukünftig ein Institut für Qualitätssicherung geben, das eine qualitätsorientierte Krankenhausplanung und bundeseinheitliche Qualitätsvorgaben ermöglicht. Und auch bei der Finanzierung der Krankenhäuser soll Qualität zukünftig eine wichtige Rolle spielen. Laut Bundesgesundheitsministerium könnten durch Zu- und Abschläge gute Leistungen besser und schlechte Leistungen weniger gut bezahlt werden. Unabhängig davon, ob diese Vorhaben umgesetzt werden, zeigt doch allein die Diskussion darüber, dass die PKV mit ihren Qualitätspartnerschaften bei diesem wichtigen Thema vorangeht.