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PKV publik 4.2014

kranker Teddybär auf pinkfarbigem Kinderstuhl
 

Im Akutfall schnell dran

Die Patienten in Deutschland erhalten in dringenden Fällen eine zeitnahe fachärztliche Behandlung. Dass Spezialisten Patienten abweisen, ist dagegen eine seltene Ausnahme. Und: Beschleunigend für einen Termin beim Facharzt wirkt eine Koordination durch den betreuenden Hausarzt. Das sind zentrale Ergebnisse einer Umfrage im Rahmen des Gesundheitsmonitors von CompuGroup in Zusammenarbeit mit der „Ärzte Zeitung“. In dringenden Fällen beträgt die Wartezeit auf einen Facharzt-Termin demnach ein bis drei Tage, berichten 41 Prozent der Hausärzte. Weitere 28,6 Prozent sagen, es dauere weniger als eine Woche, bis der Patient den Spezialisten konsultieren kann.

85 Prozent der Hausärzte sind der Meinung, dass Wartezeiten auf einen Facharzttermin dadurch zustande kommen, weil viele Patienten Fachärzte unkoordiniert aufsuchen. Immerhin 37,2 Prozent der Hausärzte nennen eine zu knappe Zahl von Fachärzten. In Kreisen der Politik wird immer wieder vermutet, dass Vergütungsunterschiede zwischen Gesetzlicher und Privater Krankenversicherung ausschlaggebend dafür sind, dass Kassenpatienten auf Facharzttermine warten müssen. Tatsächlich nennen 39,7 Prozent der Hausärzte das unattraktive GKV-Honorar als Grund für Wartezeiten.