• Vorlesen
  • A A A

PKV publik 4.2014

Gesundheitsausgaben steigen erstmals über 300 Milliarden Euro

Die Ausgaben für Gesundheit haben 2012 erstmals die 300-Milliarden-Euro-Grenze überschritten.

Mit 300,4 Milliarden Euro seien sie 2,3 Prozent höher gewesen als 2011, berichtet das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Plus von 6,9 Milliarden Euro. Auf jeden Einwohner Deutschlands entfielen damit rein rechnerisch gut 3740 Euro (2011: 3660 Euro). Die Gesundheitsausgaben machten 11,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Über die Hälfte der Ausgaben - 172,4 Milliarden Euro - bestritt die Gesetzliche Krankenversicherung. Ihr Anteil blieb mit 57,4 Prozent unverändert. Private Haushalte und Organisationen investierten mit 40,6 Milliarden Euro rund 600 Millionen Euro mehr. Auf die Private Krankenversicherung entfallen rund 28 Milliarden Euro (plus 0,9 Prozent). Knapp die Hälfte der Ausgaben (49 Prozent) wurden im ambulanten Bereich fällig – etwa für Medikamente oder Arztbesuche. Dafür wurden 2012 rund 147 Milliarden Euro ausgegeben, 2,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Stationäre Leistungen machten 37 Prozent aus. Der Rest entfiel auf andere Leistungen wie Krankentransporte. Den größten Kostenanstieg gab es in ambulanten Pflegeeinrichtungen (6,9 Prozent).

(dpa)