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PKV publik 2.2014

junge Studentin lächelt während einer Vorlesung
 

Gelegenheit für Studenten

Die Private Krankenversicherung ist eine interessante Alternative für Studienanfänger

Was viele nicht wissen: Studienanfänger können sich von der Pflicht zur Versicherung in der Gesetzlichen Krankenversicherung befreien lassen. Damit können sie schon früh die Vorteile einer Privaten Krankenversicherung erproben.



Im April beginnt deutschlandweit das neue Sommersemester. Für viele Studienanfänger heißt es dann zum ersten Mal, in eine andere Stadt ziehen,  neue Menschen kennenlernen und an der Universität vielleicht zum ersten Mal etwas studieren, was einem wirklich liegt. Dieser Übergang von der Schulzeit zum Studium ist eine wichtige Zäsur im Leben.

Auch das Sozialgesetzbuch macht beim Übertritt in diese neue Lebensphase einen Schnitt: Wer in Deutschland ein Studium aufnimmt, ist versicherungspflichtig in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Doch was viele nicht wissen: Von dieser Pflicht kann man sich befreien lassen und die Vorzüge einer Privaten Krankenversicherung genießen. Denn in der Regel weist keine Krankenkasse und auch keine Hochschule den Studienanfänger darauf hin, dass er sich entscheiden kann, ob er sich privat oder gesetzlich versichern möchte.  

Dass sich diese Abwägung jedoch lohnt, zeigt ein genauerer Blick auf die Versicherungsangebote in der Privaten Krankenversicherung. Denn neben den normalen Tarifen für Berufstätige gibt es spezielle Ausbildungs- und Studententarife. Mehrere Unternehmen ermöglichen zudem die Absicherung in der Privaten Studentischen Krankenversicherung (PSKV), einem einheitlichen Studententarif. Diesem wie auch den unternehmensindividuellen Ausbildungs- oder Studententarifen liegt in der Regel eine besonders  günstige Kalkulation zugrunde. Trotzdem bieten sie ein Leistungsspektrum, das fast überall über dem in der Gesetzlichen Krankenversicherung liegt.

Die Beiträge wurden für alle Altersstufen gesenkt.

Mit nur wenigen Euro mehr im Monat als in der Studentischen Krankenversicherung der GKV hat man damit Anspruch auf den höheren Leistungsumfang in der Privaten Krankenversicherung. Zudem ermöglichen es viele Krankenversicherer dem einmal Versicherten, direkt nach Studienende in einen PKV-Normaltarif zu wechseln oder auf Wunsch mit einer Anwartschaftsversicherung auch später ohne erneute Gesundheitsprüfung dorthin zurückzukehren.

Diese einmalige Chance, die Private Krankenversicherung besser kennen zu lernen, sollten sich gerade diejenigen nicht entgehen lassen, die bisher noch nicht privat krankenversichert waren. Denn der Gesetzgeber hat für die Zeit nach dem Studienende weit höhere Hürden aufgestellt, um sich privat versichern zu dürfen. Die Studienzeit ist damit eine sehr gute Möglichkeit, die Private Krankenversicherung für eine überschaubare Zeit auszuprobieren.

Im Ernstfall die beste Behandlung zu bekommen, das ist mit der PSKV finanziell keineswegs eine Überforderung. Erst zu diesem Jahr wurden die Beiträge über alle Altersstufen gesenkt. So zahlen Studienanfänger bis zum 25. Lebensjahr künftig monatlich nur noch 76,50 Euro (statt bisher 87,30 Euro). Studierende im Alter von 25 bis 29 Jahren können sich für 99,50 Euro versichern (bisher 104,40 Euro). Und für die 30- bis 34-Jährigen werden lediglich 91,60 Euro fällig (bisher 110,50 Euro). BAföG-Empfänger erhalten zudem einen Zuschuss von 62 Euro.

Jeder, der krankenversicherungspflichtig ist, muss darüber hinaus eine Pflegeversicherung abschließen. Das gilt natürlich auch für Studierende. In der Privaten Krankenversicherung zahlt man dafür monatlich 8,37 Euro – BAföG-Empfänger erzhalten zu diesem Betrag aber auch in der Privaten Krankenversicherung einen Zuschuss. Sich als Student für die Private Krankenversicherung zu entscheiden, fällt demnach gegenüber der Gesetzlichen Krankenversicherung finanziell kaum ins Gewicht – mit Sicherheit aber in der Qualität der Versorgung.

Allerdings stellt sich diese Überlegung nicht jedem Studenten gleich zu Beginn. Wer zum Beispiel bisher über die Familienversicherung gesetzlich versichert war, bei dem tritt die Versicherungspflicht erst ein, wenn er oder sie das 25. Lebensjahr überschreitet oder das monatliche Einkommen über 395 Euro liegt (bei einer geringfügigen Beschäftigung liegt die Einkommensgrenze bei 450 Euro). In diesem Augenblick sollte jedem klar sein, dass er oder sie sich keinesfalls automatisch gesetzlich versichern muss, sondern ebenso eine Private Krankenversicherung infrage kommt.

Gleiches gilt für das Überschreiten des 14. Fachsemesters und die Vollendung des 30. Lebensjahres. Wer länger studiert oder älter ist, der kann sich in der Regel nicht mehr gesetzlich als Student krankenversichern. Die Private Krankenversicherung ist hier weniger streng und hat die Altersgrenze heraufgesetzt. Studierende können sich zum Beispiel im einheitlichen Studententarif PSKV bis zum 34. Lebensjahr krankenversichern.