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PKV publik 1.2014

Auf der sicheren Seite
 

Auf der sicheren Seite

Bei Auslandsreisen ist eine zusätzliche private Absicherung sinnvoll – auch für Privatversicherte

Gerade beim Wintersport ist die Verletzungsgefahr groß. Nicht nur Verbraucherschützer raten deshalb Urlaubern grundsätzlich zum Abschluss einer Auslandsreise-Krankenversicherung.


 

Ein Skiunfall kann böse Folgen haben: Mehr als die Hälfte aller Verletzungen betreffen die Knie oder die Schultern der Unfallopfer. Das schränkt nicht nur die Lebensqualität während der Heilung stark ein, sondern führt im Durchschnitt auch zu deutlich höheren Folgekosten im Vergleich zu anderen Verletzungen. Wie gut, wenn man sich wenigstens ums Geld keine Gedanken machen muss. Doch diese Sicherheit ist nicht selbstverständlich. Ein sorgenfreier Start in den Urlaub ist in den meisten Fällen nur mit Hilfe einer privaten Auslandsreise-Krankenversicherung möglich – und das gilt sowohl für gesetzlich Versicherte als auch für Privatpatienten.

Besonders für Wintersportreisende ist eine Auslandsreise-Krankenversicherung fast ein Muss. Ansonsten können sie auf extrem hohen Folgekosten sitzen bleiben, wenn etwa nach einem Skiunfall ein Hubschrauber zur Bergung anrücken muss. Denn die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernimmt zwar je nach Urlaubsland (s. u.) auch die Kosten der medizinischen Behandlung nach Sportunfällen. Bergungskosten zählen in der Regel aber nicht dazu.

Auch für viele Privatversicherte lohnt sich der Abschluss einer zusätzlichen Auslandsreise-Krankenversicherung: Während manche Versicherer die Kosten für Bergung und Rettung im In- und Ausland übernehmen, sehen andere Tarife keinen solchen Rundumschutz vor.

Je nach Tarifbedingungen leisten manche Tarife außerdem nur dann für Bergungskosten, wenn diese medizinisch notwendig sind, d.h. wenn die Schwere des Unfalls eine Bergung und einen schnellen Transport erforderlich macht. Das gilt aber nicht für Fälle, in denen der Hauptgrund für die Bergung nicht die Schwere der Verletzung, sondern die Unwegsamkeit des Geländes ist.

Noch ein weiterer Grund spricht für den Abschluss einer Auslandsreise-Krankenversicherung: die Sicherheit, eine Behandlung nach deutschem Niveau bezahlt zu bekommen – egal in welchem Urlaubsland man sich auch befindet. Das ist vor allem für gesetzlich Versicherte wichtig. Einen Anspruch auf Leistungen gegenüber ihrer Krankenkasse haben sie grundsätzlich nur bei Reisen in die Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums, in die Schweiz oder in Länder, mit denen es Sozialversicherungsabkommen gibt. Wer sich dagegen beispielsweise in Kanada oder in den USA ein Bein bricht, hat Pech gehabt.

Selbst in Ländern, wo der GKV-Schutz greift, müssen die Krankenkassen die Behandlungskosten nur für Leistungen auf dem Niveau des Ziellandes übernehmen. Welche Behandlung man bekommt, richtet sich also nicht nur nach medizinischen Erfordernissen, sondern auch nach den örtlichen Rechtsvorschriften, als wären die Touristen selbst in dem Urlaubsland versichert. Darüber hinaus müssen sie aufpassen, dass sie sich nicht „versehentlich“ von Privatärzten oder in Privatkliniken behandeln lassen, denn dann besteht gar keine Leistungspflicht für die Kasse.

Das kann im Ernstfall zu Versicherungslücken oder zu einer hohen Eigenbeteiligung führen. Hier bietet eine Auslandsreise-Krankenversicherung Sicherheit und Schutz. Ein weiteres Plus: In den meisten  Tarifen ist ein Rücktransport mit versichert, sofern er notwendig werden sollte. Einige Tarife zahlen die Kosten eines Rücktransports sogar in Fällen, in denen dieser zwar nicht zwingend notwendig ist, jedoch medizinisch sinnvoll und vertretbar erscheint. Die Patienten können sich dann insbesondere bei schwereren Erkrankungen oder Unfällen zur Behandlung nach Deutschland bringen lassen. In der GKV sind Kosten eines Rücktransports grundsätzlich ausgeschlossen. Deshalb empfiehlt auch die Abteilung „Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung Ausland” des GKV-Spitzenverbandes, für die Dauer des Auslandsaufenthalts eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen.

Privatversicherte sind bei Auslandsreisen besser abgesichert. Sie profitieren in ganz Europa von einem Versicherungsschutz in voller Höhe der tariflichen Leistungen. Für die Dauer von einem Monat, bei einigen Unternehmen oder aufgrund einer individuellen Vereinbarung manchmal auch länger, gilt der private Vollschutz sogar weltweit. Allerdings deckt nicht jeder PKV-Vertrag einen Rücktransport mit ab. Daher kann der Abschluss einer zusätzlichen Auslandsreise-Krankenversicherung auch für Privatversicherte sinnvoll sein.

Dafür spricht noch ein weiterer Grund: Fallen tatsächlich Kosten an, die die Auslandsreise-Krankenversicherung übernehmen muss, gefährdet das nicht den Anspruch auf Beitragsrückerstattung in der „richtigen“ Krankenvollversicherung – und muss auch nicht im Rahmen eines etwaigen Selbstbehalts in der Vollversicherung selbst finanziert werden.

Kein Wunder, dass seit Jahrzehnten Millionen Deutsche auf die hilfreiche Zusatzpolice vertrauen: Fast 25 Millionen Menschen haben eine Auslandsreise-Krankenversicherung bei einem der Mitglieder des PKV-Verbandes abgeschlossen. Solche Auslandsreise-Krankenversicherungen werden von der PKV äußerst preiswert für beliebig viele Urlaubsfahrten ins Ausland angeboten. Denn auch wen es nicht in die Kälte, sondern in den Badeurlaub zieht, weiß: Mit einer Auslandsreise-Krankenversicherung ist man auf der sicheren Seite.

Weitere Informationen zur Auslandsreis-Krankenversicherung finden Sie im Broschürenbereich unserer Internetseite: www.pkv.de/service/broschueren/verbraucher