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PKV publik 9.2013

Jugendliche in der Bar
 

Kenn Dein Limit

Der PKV-Verband verlängert sein Engagement in der Alkohol-Prävention

Der Verband der Privaten Krankenversicherung unterstützt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit 10 Millionen Euro jährlich. Mit Erfolg: Mittlerweile kennen über 70 Prozent der Jugendlichen in Deutschland die Kampagne „Alkohol? Kenn Dein Limit.“


 

Ein Glas Sekt zum Geburtstag, ein Bier zum Start in den Feierabend, ein Glas Wein zum Abendessen – für viele gehört Alkohol zum Alltag dazu. Im Übermaß genossen kann Alkohol jedoch nicht nur Unwohlsein und Kopfschmerzen am Tag danach, sondern langfristige gesundheitliche Schäden verursachen. Gerade junge Menschen zeigen oft ein riskantes Trinkverhalten und wissen häufig nicht, wann besser Schluss sein sollte. Sie überschätzen sich und unterschätzen die Wirkung des Alkohols. Nicht selten endet der Abend für sie deshalb in der Ambulanz: Über 26.000 Jugendliche mussten bei der letzten Erhebung im Jahr 2011 mit einer Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Private Krankenversicherung hat sich deshalb schon 2009 entschlossen, gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die Kampagne „Alkohol? Kenn dein Limit.“ ins Leben zu rufen und mit 10 Millionen Euro jährlich zu finanzieren. In diesem Herbst haben Volker Leienbach, Direktor des PKV-Verbandes, und Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA, eine Verlängerung der Laufzeit ab 2014 für weitere fünf Jahre vereinbart.

„Vor genau fünf Jahren hat sich der Verband der Privaten Krankenversicherung entschlossen, ein großes gesellschaftliches Problem, das Rauschtrinken unter Jugendlichen, mit einer öffentlichen Kampagne anzugehen“, erinnert sich Volker Leienbach. „Denn jede Woche neu konnten wir in den Zeitungen davon lesen, wie Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung stationär behandelt werden mussten, oder Heranwachsende wegen Trunkenheit am Steuer in einen Autounfall verwickelt waren.“

Um ein Umdenken bei den Jugendlichen selbst zu erreichen, ruft die Kampagne „Alkohol? Kenn dein Limit.“ die Heranwachsenden seitdem zu einem maßvollen Alkoholkonsum auf. Sie erhebt nicht lehrerhaft den Zeigefinger, weist aber eindeutig auf die Gefahren von zu viel Alkohol hin. Die Botschaft lautet: „Es ist Deine Entscheidung – Alkohol macht mehr kaputt als Du denkst.“

Die Kampagne selbst basiert auf einer integrierten Strategie. Die Massenansprache erfolgt über Plakate und Kinospots und wird ergänzt durch die persönliche Ansprache Jugendlicher. Bereits mehrfach prämierten Experten die Kampagnenmotive, und auch die Leser der Zeitschrift TV Spielfilm wählten jüngst ein Motiv der Kampagne unter die besten drei Werbeanzeigen des Jahres. Auch im Internet ist „Alkohol? Kenn dein Limit.“ erfolgreich: Bereits mehr als 300.000 Fans hat der Facebook-Auftritt der Kampagne aktuell.

Die persönliche Ansprache erfolgt durch Gleichaltrige auf Musikfestivals, Stadtfesten und Sportveranstaltungen. Eigens ausgebildete „Peers“ gehen auf Jugendliche zu und tauschen sich nach einem erprobten Gesprächskonzept zum Thema Alkohol aus. „Der Kontakt auf Augenhöhe, mit geschulten Beraterinnen und Beratern im Alter der Zielgruppe, hat sich zu einem zentralen Element der Kampagne entwickelt“, resümiert BZgA-Direktorin Elisabeth Pott. Deshalb wolle die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung den Ansatz in den kommenden Jahren noch stärker vor Ort verankern und dazu auch enger mit den Bundesländern, aber auch den Städten und Gemeinden zusammenarbeiten.