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PKV publik 8.2013

Editorial

 

Liebe Leserinnen und Leser,

die Bedeutung des Themas Pflege nimmt in der Gesundheitspolitik immer weiter zu. Wir alle wissen, dass der demografische Wandel unsere Gesellschaft in den nächsten Jahrzehnten sehr stark fordern wird, wenn wir die menschenwürdige Betreuung von Pflegebedürftigen sichern wollen. Gewiss wird die Pflegepolitik auch in der neuen Wahlperiode eine besonders wichtige Rolle spielen.

Die Private Pflegepflichtversicherung kann schon heute belegen, dass ihr generationengerechtes Modell mit kapitalgedeckten Alterungsrückstellungen dem demografieanfälligen Umlageverfahren der Gesetzlichen Pflegeversicherung überlegen ist. Während dort der Beitragssatz schon drei Mal erhöht wurde, konnten – bei identischen Leistungen – in der Privaten Pflegepflichtversicherung die Beiträge mehrmals gesenkt werden. Das zeigt: Kapitaldeckung funktioniert. Daher ist es auch richtig, dass der Gesetzgeber seit 2013 mit der Förderung einer ergänzenden Pflegeversicherung die Bürger zu mehr privater Vorsorge motiviert.

Doch die Pflege-Herausforderungen gehen weit über die Frage der Finanzierung hinaus. Deshalb setzt sich die PKV schon seit Jahren für mehr Qualität in der Pflege ein und hat ihr Engagement seitdem stetig ausgeweitet – mit beachtlichem Erfolg. So hat sich das PKV-Konzept einer aufsuchenden Pflegeberatung durch die Verbandstochter COMPASS bei den Betroffenen so gut bewährt, dass der Gesetzgeber es inzwischen als Anspruch auch für die gesetzlich Versicherten vorgeschrieben hat.

Auch bei der Qualitätsprüfung von Pflegeeinrichtungen hat sich die PKV für einen eigenen Weg entschieden. In kürzester Zeit wurde ein Prüfdienst mit überdurchschnittlich gut qualifizierten Fachkräften aufgebaut, der bundesweit nach einheitlichen Kriterien arbeitet. Hier zeigt sich einmal mehr: Wettbewerb belebt und steigert die Qualität.

Überdies hat der PKV-Verband die gemeinnützige Stiftung „Zentrum für Qualität in der Pflege“ gegründet, die gezielt neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu offenen Fragen der Pflegeforschung fördert und dann in der gesamten Fachwelt verbreitet. Durch diese Vernetzung kommen alle Beteiligten aus Theorie und Praxis schnellstmöglich auf den jeweils neuesten Stand.

Nun weiten wir unser Engagement in Sachen Pflege nochmals aus: Der PKV-Verband unterstützt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) beim Aufbau eines Programms mit dem Motto „Älter werden in Balance“. Das gemeinsame Ziel ist es, Krankheiten und den darauf folgenden Einschränkungen vorzubeugen, die Anzahl gesunder Lebensjahre zu erhöhen und hierdurch auch Pflegebedürftigkeit zu verhindern oder zumindest hinauszuschieben. Auf den umfassenden Einsatz der PKV für Qualität in der Pflege ist also auch in den kommenden Jahren weiter Verlass.

Mit freundlichen Grüßen, Ihr

Volker Leienbach