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PKV PUBLIK AUSGABE 03/2013

PKV

Partner für Qualität
Der Berliner Klinikkonzern Vivantes erhält das PKV-Gütesiegel

Der PKV-Verband hat eine Qualitätspartnerschaft mit dem größten kommunalen Klinikkonzern Deutschlands geschlossen. Für Patienten bietet das wertvolle Orientierungshilfe.

 
Händeschütteln einer Mitarbeiterin des Klinikkonzerns Vivantes mit einer Patientin
 

Krankenhauspatienten in Berlin können sich darauf verlassen: An den acht Standorten der kommunalen Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH erwartet sie nicht nur eine herausragende medizinische Versorgung, sondern auch eine überdurchschnittliche Qualität bei der Unterkunft im Ein- oder Zweibettzimmer.

So bescheinigt es dem Klinikkonzern eine neue Qualitätspartnerschaft mit dem Verband der Privaten Krankenversicherung. Fast dreißig Leistungsbereiche haben die PKV-Mitarbeiter ermittelt, die nach den Maßstäben der gesetzlichen Qualitätssicherung (§ 137 SGB V) klar über dem Durchschnitt liegen: von Herzschrittmacher-Operationen bis zur Geburtshilfe. Damit habe Vivantes „nahezu im gesamten Leistungsspektrum eine hervorragende Qualität aufgezeigt“, lobt Reinhold Schulte, der Vorsitzende des PKV-Verbands.

Da die verschiedenen Versorgungssektoren in einem Netzwerk eng miteinander verbunden seien, könne Vivantes den Patienten ein hochwertiges Angebot für alle Lebensphasen machen, führt Dr. Andrea Grebe aus, Geschäftsführerin des Konzerns im Bereich Klinikmanagement. Dies reiche von der Krankenpflege über die stationäre Behandlung bis zur Hospizarbeit. Auch bei der Gestaltung ihrer Wahlleistungsbereiche heben sich die acht Vivantes-Standorte deutlich vom Markt ab: Dank ästhetischer Naturfarben, geräumiger Bäder, Loungebereichen und vieler Wahlmöglichkeiten beim Essen erinnert die Unterbringung in den Ein- und Zweibettzimmern teilweise eher an einen Hotelaufenthalt als an ein Klinikum.

Im Gegenzug für diese ausgezeichnete Qualität und die Bereitschaft, sie auch weiterhin zu garantieren, darf sich Vivantes nun mit dem Qualitätssiegel des PKV-Verbands schmücken. Die Auszeichnung ermöglicht es Krankenhäusern, durch entsprechende Hinweise zusätzliche Patienten – und damit Mehreinnahmen – zu gewinnen. „Wir freuen uns, dass der Name Vivantes durch die Partnerschaft mit der PKV noch ausdrücklicher mit Qualität verknüpft wird“, freut sich auch Grebe.

Deutschlandweit fließen jedes Jahr rund 3 Milliarden Euro an Mehreinnahmen durch die zusätzliche Vergütung von Wahlleistungen wie Einbettzimmer und Chefarztbehandlung durch private Voll- und Zusatzversicherungen in den Krankenhausbereich. Eine Qualitätspartnerschaft mit der PKV kann hier ein wichtiger Faktor sein, um sich im Wettbewerb abzuheben. So besaß in Berlin bislang nur ein einziges anderes Klinikum eine entsprechende Auszeichnung.

 
Dr. Andrea Grebe, Geschäftsführerin bei Vivantes im Bereich Klinikmanagement, und Reinhold Schulte, Vorsitzender des PKV-Verbands, bei der Vertragsunterzeichnung
 

Doch nicht nur für die Kliniken sind die Qualitätspartnerschaften des PKV-Verbands ein Gewinn: Die Versicherten erhalten durch das Kennzeichnungssystem die Möglichkeit, sich vor einem Krankenhausaufenthalt besser über die Qualität der Behandlung und der Unterkunft zu informieren. Damit sich die Versicherten auch in Zukunft darauf verlassen können, überprüft der PKV-Verband mindestens einmal im Jahr, ob die hohen Qualitäts-Anforderungen auch weiterhin erfüllt werden. „Wir wollen unsere Versicherten so in die Lage versetzen, ihren Anspruch auf freie Krankenhauswahl als informierte Patienten umzusetzen“, erklärt Schulte.

Vollkommen unabhängig vom Versichertenstatus sind Qualitätspartnerschaften mit der Privaten Krankenversicherung ein wichtiges Signal für alle Patienten. Aus diesem Grund erfreuen sich die Kooperationen zunehmender Beliebtheit: Nachdem es bereits entsprechende Vereinbarungen mit der Asklepios-Gruppe, der Sana-Gruppe (s. PKV Publik 4 und 6/2012) und mehreren kleineren Krankenhausbetreibern gibt, hat sich mit Vivantes nun der größte kommunale Krankenhauskonzern Deutschlands zu einem dauerhaften Qualitätsversprechen gegenüber seinen Patienten verpflichtet.

Insgesamt nehmen damit schon etwa 90 Krankenhäuser in Deutschland an den Qualitätspartnerschaften mit der PKV teil. Dass sich nun auch ein kommunaler Riese wie Vivantes für diesen Schritt entschieden hat, dürfte nach Schultes Einschätzung eine signalgebende Bedeutung für die gesamte Krankenhauslandschaft haben. Schon jetzt gibt es weitere Interessenten – und es dürften noch mehr werden.

 

Zwei Fragen an Dr. Andrea Grebe, Vivantes-Geschäftsführerin für den Bereich Klinikmanagement

Welche Bedeutung haben Privatpatienten für Vivantes?

Vivantes hat als kommunales Klinikum einen Versorgungsauftrag für alle Patienten. Nichtsdestotrotz ermöglichen Privatpatienten zusätzliche Erlöse über das mit den gesetzlichen Kassen verhandelte Budget hinaus. Auch mit Blick auf den hohen Anspruch, den Privatpatienten an die medizinische Behandlung und an ihre Unterbringung haben, freuen wir uns, dass uns der PKV-Verband den Wunsch nach einer Qualitätspartnerschaft angetragen hat.

Welche Rückmeldung geben Ihnen die Patienten zu den Komfortbereichen?

Eine Befragung von 110 Patienten hat ergeben, dass unsere Komfortbereiche eine hohe Akzeptanz haben. 46 Prozent bewerten die Unterbringung als sehr gut, 47 Prozent als gut. Auch die Nachfrage zeigt, dass sich die Komfortkliniken wachsender Beliebtheit erfreuen.