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PKV PUBLIK AUSGABE 01/2013

MELDUNG

Häusliche Pflege nimmt zu

 

Mehr als zwei Drittel (70 Prozent) aller Pflegebedürftigen werden nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zu Hause versorgt. Das waren Ende 2011 rund 1,76 Millionen Menschen. Von diesen erhielten 1,18 Millionen Pflegebedürftige ausschließlich Pflegegeld – das bedeutet, dass sie in der Regel allein durch Angehörige gepflegt wurden.

Weitere 576.000 Pflegebedürftige lebten ebenfalls in Privathaushalten, bei ihnen erfolgte die Pflege jedoch zusammen mit oder vollständig durch ambulante Pflegedienste. In Pflegeheimen vollstationär betreut wurden insgesamt 743.000 Pflegebedürftige (30 Prozent).

Mit 65 Prozent war die Mehrheit der Pflegebedürftigen weiblich. Insgesamt 83 Prozent der Pflegebedürftigen waren 65 Jahre und älter, mehr als ein Drittel (36 Prozent) war über 85 Jahre alt.

Die Nachfrage nach Leistungen der ambulanten Pflegedienste und der vollstationären Pflegeheime hat im Vergleich zu 2009 zugenommen: Die Anzahl der in Heimen vollstationär Versorgten ist um 3,6 Prozent (+ 26.000) gestiegen; die Zahl der durch ambulante Dienste betreuten Pflegebedürftigen um 3,8 Prozent (+ 21.000). Diese Angaben beruhen auf Befragung der Pflegeheime und ambulanten Pflegedienste durch die Statistischen Ämter der Länder und des Bundes.

Auch bei den Pflegeversicherten würde sich die überwiegende Mehrheit im Pflegefall für eine Betreuung in den eigenen vier Wänden entscheiden. Laut einer Versichertenbefragung der privaten Pflegeberatung COMPASS stimmen 79 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass „Familienangehörige ihren Beitrag zur Pflege leisten sollten und sich dabei durch Professionelle unterstützen lassen sollen“.

Ähnlich hoch ist die Zustimmung mit 77 Prozent im Hinblick auf die Übernahme von Pflegeaufgaben durch den Partner. Nur 9 Prozent aller Befragten würden sich hingegen für ein Leben im Heim als Versorgungsform im Falle einer Pflegebedürftigkeit entscheiden.