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PKV PUBLIK AUSGABE 05/2012

KRANKENHAUS

Großes Interesse an Qualitätspartnerschaften
Privatversicherte profitieren von Vereinbarungen zwischen Krankenhäusern und PKV-Verband

Der PKV-Verband hat mit dem St. Elisabeth-Krankenhaus in Köln eine neue Vereinbarung über Qualität und Service stationärer Leistungen abgeschlossen. Weitere Häuser haben Interesse an einer Partnerschaft bekundet.

 

Partnerschaften zwischen dem Verband der Privaten Krankenversicherung und Krankenhäusern mit hervorragenden Qualitätsstandards erfreuen sich zunehmener Beliebtheit. Nach der Vereinbarung mit der Askle­pios-Gruppe (s. PKV Publik 4/2012) konnte nun auch ein entsprechender Kooperationsvertrag mit dem St. Elisabeth-Krankenhaus in Köln getroffen werden. Zudem gibt es Interessenten für weitere Qualitätspartnerschaften.

Für die Partnerschaft mit der PKV muss eine überdurchschnittliche Qualität der allgemeinen Krankenhausleistungen vorgewiesen werden. Diese ergibt sich für das St. Elisatbeh-Krankenhaus aus dem Ergebnis der externen vergleichenden Qualitätssicherung nach § 137 SGB V. Mindestens einmal jährlich wird überprüft, ob die hohen Qualitäts-Anforderungen weiterhin erfüllt werden. Zum besonders hohen Niveau im Bereich der Wahlleistungen existiert bereits eine gesonderte Vereinbarung mit dem PKV-Verband.

Das St. Elisabeth-Krankenhaus erhält  daher das Gütesiegel des PKV-Verbands. Davon profitiert nicht nur die Klinik, die damit die Möglichkeit erhält, besser auf ihre hohen Qualitätsanforderungen hinzuweisen. Vor allem die Privatversicherten erhalten durch dieses neue Kennzeichnungssystem die Möglichkeit, sich besser über die medizinische Leistungsfähigkeit und das Serviceangebot der teilnehmenden Krankenhäuser zu informieren.
 

 
Der Geschäftsführer des St. Elisabeth-Krankenhauses, Horst Kugelmeier (m.), mit dem stellvertretenden Direktor des PKV-Verbands Dr. Joachim Patt (r.) und Projektleiter Willi Roos.

Der Geschäftsführer des St. Elisabeth-Krankenhauses, Horst Kugelmeier (m.), mit dem stellvertretenden Direktor des PKV-Verbands Dr. Joachim Patt (r.) und Projektleiter Willi Roos.

 

Interview mit Horst Kugelmeier, Geschäftsführer des St. Elisabeth-Krankenhauses

 

Was hat Sie bewogen, die Qualitätspartnerschaft mit der PKV einzugehen?

Kugelmeier: „Das St. Elisabeth-Krankenhaus, den Kölnern unter dem Begriff „Hohenlind“ bekannt, ist ein Krankenhaus mit 80-jähriger Tradition. Durch den relativ hohen Anteil an Privatpatienten im Kölner Westen ist die gute Zusammenarbeit mit den privaten Krankenversicherungen etabliert. Wir freuen uns, diese Kooperation mit der Qualitätspartnerschaft vertiefen zu können. Einer unserer wichtigsten Punkte ist der menschliche Umgang mit Patienten und zwischen Mitarbeitern - der sogenannte „Hohenlinder Geist“. Trotz allem Stress den Krankenhausaufenthalt so angenehm wie möglich gestalten, zugewandt sein und immer ein offenes Ohr haben. Die Patienten sollen sich in unserer Mitte wohlfühlen. Stetig steigende Patientenzahlen bestätigen uns auf diesem Weg.

Die Qualitätspartnerschaft mit der PKV dokumentiert unseren Anspruch hoher Standards bei Medizin, Pflege, Unterbringung und Service. Ich glaube, diese Qualitätspartnerschaft überzeugt nicht nur Privatpatienten, sondern zeigt allen Patienten, dass mit dem Begriff „Hohenlind“ Qualität verbunden ist.“

Durch welche Qualitätsstandards zeichnet sich das St. Elisabeth-Krankenhaus Hohenlind aus?

Kugelmeier: Unser Krankenhaus hat diverse Qualifizierungen vorzuweisen. Wir sind zertifiziertes Brustzentrum, Darmzentrum und Zentrum für Proktologie. Zertifizierungen für HNO- und Prostatatumore sind in Arbeit. Das Gesamthaus ist nach proCum Cert inklusive KTQ zertifiziert. Die kontinuierliche Qualitätsentwicklung ist für uns ein wichtiger Weg, die Qualität unseres Krankenhauses nicht nur zu erhalten, sondern zum Wohle unserer Patienten und Mitarbeiter zu steigern. Die Ergebnisse der Befragungen von Patienten, Mitarbeitern und Zuweisern sind überdurchschnittlich positiv und belegen den besonderen Geist in Hohenlind.

Wie können sich die Patienten über die Behandlungsqualität in Hohenlind informieren?

Kugelmeier: Die auf der Homepage (www.hohenlind.de) dargestellten Qualitätsberichte geben Patienten und Interessierten die Möglichkeit, sich von unserer Behandlungsqualität zu überzeugen. Die Fachbereiche bieten auch regelmäßig Patientenseminare an und beantworten persönliche Fragen individuell. Trotz der Großstadtlage bin ich der Meinung, dass die sogenannte Mund-Propaganda das effektivste Informationsmittel ist. Hier bekommt man letztlich aus erster Hand einen Eindruck, wie Patienten das Krankenhaus sehen. Wir hoffen und setzen natürlich auch darauf, dass das neue Qualitätssiegel der PKV ein Indiz für die Qualität in unserem Hause bietet. Machen Sie sich gerne selbst ein Bild von Hohenlind und kommen Sie am 16. September 2012 zu unserem Tag der offenen Tür!