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PKV PUBLIK AUSGABE 02/2012

EDITORIAL


Liebe Leserinnen und Leser,

die Absicht der Bundesregierung, die Patientenrechte in einem eigenen Gesetz zu bündeln, ist zu begrüßen. Viele wichtige Merkmale, die nun geregelt werden sollen, sind übrigens für die Privatversicherten längst verwirklicht:

Das Versicherungsvertragsgesetz ermöglicht der Privaten Krankenversicherung schon heute zusätzliche Dienstleistungen zur Unterstützung der Patienten, auch bei der Durchsetzung von Ansprüchen wegen fehlerhafter Behandlungsleistungen. Diese Instrumente haben sich im Zusammenhang mit dem Arzthaftungsrecht bewährt.

Das Ziel der Regierung, das Arzt-Patienten-Verhältnis in einem Behandlungsvertrag festzuhalten, ist in der PKV bereits erfüllt. Mögliche Rechtsunsicherheiten aus dem Sozialgesetzbuch V gelten für die PKV nicht.

Die angestrebte Regelung eines Haftungssystems nach den Regeln des Bürgerlichen Gesetzbuches ist für gesetzlich Versicherte zu begrüßen, für Privatversicherte gelten diese Regeln schon jetzt.

Das stärkste Patientenrecht überhaupt ist die Freiheit der Arztwahl. Die beste Qualitätssicherung ist die Freiheit von der Budgetierung und damit Rationierung medizinischer Leistungen sowie die volle Teilhabe am medizinischen Fortschritt. Damit ist die volle Patientensouveränität in der PKV bereits verwirklicht: Der Privatversicherte kann frei den Arzt seines Vertrauens aussuchen und jederzeit wechseln, ohne dass er dafür eine förmliche Überweisung benötigt. Er kann sich direkt an jeden Facharzt und an jede Krankenhaus-Ambulanz wenden, ohne vorher eine Genehmigung einholen zu müssen. Der mündige Privatpatient erkennt zudem genau die Kosten seiner Behandlung.

Diese Freiheiten sind genau die Wesensmerkmale der Privaten Krankenversicherung, die eine Jahr für Jahr steigende Zahl von neuen, zusätzlichen Versicherten sehr zu schätzen weiß.


Mit freundlichen Grüßen, Ihr

Volker Leienbach