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PKV PUBLIK AUSGABE 01/2011

PRÄVENTION

Der Alkoholkonsum Jugendlicher ist auf hohem Niveau leicht rückläufig

Eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bestätigt die Bedeutung der mit Geldern der PKV ermöglichten Kampagne „Alkohol? Kenn Dein Limit."

 

Die Anfang Februar vorgestellte Studie über den Alkoholkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland zeigt, dass der regelmäßige Alkoholkonsum von Jugendlichen in Deutschland weiter rückläufig ist. Im Jahr 2010 hat er sogar den niedrigsten Stand seit den 70er Jahren erreicht. Dagegen zeigt die Studie aber auch, dass "Rausch-Trinken" (das so genannte "Binge Trinken") bei Jugendlichen noch immer weit verbreitet ist. Für die Studie wurden 7.000 Personen im Alter von 12 bis 25 Jahren nach ihren Trinkgewohnheiten befragt.


Vor allem Jungen und junge Männer zeigen ein riskantes Trinkverhalten. So praktizierte im vergangenen Jahr jeder Fünfte 12- bis 17-Jährige mindestens einmal im Monat das "Rausch-Trinken", das heißt er konsumierte mindestens fünf alkoholische Getränke bei einer Gelegenheit. Bei den 18- bis 25-Jährigen war es sogar jeder Zweite.


PKV-Verbandsdirektor Volker Leienbach wies bei der Vorstellung der Studie in Berlin darauf hin, dass die PKV mit der Kampagne "Alkohol? Kenn dein Limit." die größte Maßnahme zur Alkoholprävention ermöglicht, die es jemals in Deutschland gegeben hat.


"Die Studienergebnisse zeigen, dass das Problem eines hohen Alkoholkonsums bei Jugendlichen noch lange nicht gelöst ist. Auch wenn der regelmäßige Alkoholkonsum leicht zurückgeht, darf es uns nicht egal sein, dass sich Jugendliche zwischen 12 und 17 teilweise mehrmals im Monat in den Rausch trinken. Gerade für diese Altersgruppe sind die heute vorgestellten Zahlen alarmierend", so Volker Leienbach.


Die bundesweite Präventionskampagne der BZgA "Alkohol? Kenn dein Limit.", die seit 2009 läuft, wird mit einer Finanzierung von jährlich 10 Millionen Euro von der PKV ermöglicht. Damit übernimmt die Branche gesellschaftliche Verantwortung im Bereich der Suchtprävention und leistet einen entscheidenden Beitrag dazu, die Angebote im Bereich der Alkoholprävention deutlich zu verstärken.


Die Studie zeigt auch, dass soziale Faktoren und das soziale Umfeld beim Alkoholkonsum Jugendlicher ausschlaggebend sind. Sie trinken vor allem, um in einer Gruppe mit Gleichaltrigen lockerer und ausgelassener zu sein, alles lustiger zu finden, kontaktfreudiger und weniger schüchtern zu sein. Daher setzt sich die PKV in ihrem Präventionsengagement auch für Projekte ein, die dazu dienen, das Selbstbewusstsein zu stärken. Die Jugendlichen sollten frühzeitig befähigt werden, auch in Gruppensituationen "Nein" zu sagen. Mit dem Projekt "Hip­Hop gegen Komasaufen" ist dem Verband gerade in diesem Bereich schon einiges gelungen (siehe PKV Publik 7/2010).


Die Kampagne "Alkohol? Kenn Dein Limit" setzt ganz bewusst einen Schwerpunkt auf Maßnahmen im Bereich der Massenkommunikation. So werden Jugendliche über Plakataktionen, Anzeigen in Jugendmedien oder Spotschaltungen in Kinos und Fernsehen direkt angesprochen. Und die Studie zeigt, dass die Kampagnenbotschaften schon nach einem Jahr bei mehr als 90 Prozent der Jugendlichen angekommen sind. Mit einer Internetplattform und verschiedenen Social-Media-Aktivitäten, wie zum Beispiel auf Facebook oder in den VZ-Netzwerken, legt die Kampagne einen weiteren Kommunikationsschwerpunkt im Internet. Damit leistet die private Krankenversicherung auch im Netz einen wichtigen Beitrag, um Jugendliche zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu motivieren.