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Jahrestagung des Verbandes der Privaten Krankenversicherung am 23. Juni 2016

 

Rede Uwe Laue, Vorsitzender des PKV-Verbandes

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(Es gilt das gesprochene Wort)


Ich begrüße Sie zur Jahrestagung 2016 des Verbandes der Privaten Krankenversicherung in den Räumen unserer Berliner Repräsentanz.

Mein besonderer Willkommensgruß gilt unseren Ehrengästen:

■   Herrn Jens Spahn, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen
■   Frau Prof. Renate Köcher, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach
■   Herrn Dr. Dennis Ostwald, Geschäftsführer des Wirtschaftsforschungsinstituts WifOR
■   Dr. Frank Grund, Exekutivdirektor der Versicherungs- und Pensionsaufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)

„Für unsere Gesundheit“ heißt das Motto der Informationskampagne, mit der wir als PKV-Verband darauf hinweisen, welche enormen Leistungen die mehr als 5 Millionen Menschen bringen, die tagtäglich in Deutschland für unsere Gesundheit arbeiten. Die PKV zeigt damit ihre Wertschätzung für dieses große Engagement. Dass Deutschland eines der besten Gesundheitssysteme der Welt hat, hat vor allem mit diesen Menschen zu tun.

Und in aller Bescheidenheit wollen wir mit der Kampagne natürlich ebenfalls zeigen, dass diese hohe Leistungsfähigkeit des deutschen Gesundheitssystems im Kern auch etwas mit der Privaten Krankenversicherung zu tun hat. Die PKV erfüllt sehr selbstbewusst und ver­lässlich ihre wichtige Rolle als Innovationstreiber und als nachhaltige, generationengerechte Finanzierungsquelle des deutschen Gesundheitswesens. Sie ist eine starke Säule des Systems.

„Die Menschen in Deutschland wissen, dass wir ein Gesundheitssystem haben, um das uns die Welt beneidet.“

Durch den Wettbewerb zwischen Privater und Gesetzlicher Krankenversicherung wird die medizinische Versorgung für alle Patienten gestärkt. Dank dieses Wettbewerbs bietet das duale System leichten Zugang zu Ärzten und Krankenhäusern, Spitzenmedizin und medizi­nischen Fortschritt für jeden Patienten.

Die Menschen in Deutschland wissen, dass wir ein Gesundheitssystem haben, um das uns die Welt beneidet. Auch deshalb kann ich mit Blick auf interne Programmdebatten einiger Parteien vor dem Bundestagswahlkampf 2017 hier nur sagen: Die Vehemenz, mit der manche auf einen radikalen Systemwechsel setzen, geht völlig an der Sache und am Empfinden der Bürger vorbei. Die Menschen spüren genau: Unser Gesundheitssystem ist viel zu kostbar, um es mit Radikaloperationen zu gefährden.

Das Zusammenwirken von Gesetzlicher und Privater Krankenversicherung ist unverzichtbar für die Qualität der Versorgung. Es macht Spitzenmedizin möglich und bezahlbar – jetzt und in Zukunft. Unser zweigegliedertes Versicherungssystem führt eben nicht zu einer „Zwei-Klassen-Medizin“. Das ist nur eine billige, ideologisch motivierte Parole, die auf Neidreflexe setzt.