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Pflegenoten: Transparenz und scharfe Kriterien. PKV-Prüfdienst unterstützt Laumann-Vorstoß

02.12.2014

Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) beteiligt sich seit 2011 mit eigenen Expertenteams bundesweit an den gesetzlichen Qualitätsprüfungen von Pflegeeinrichtungen. Bei der Jahrestagung 2014 des PKV-Prüfdienstes zogen die Quali­tätsprüfer eine Bilanz ihrer Erfahrungen in der Praxis und disku­tierten mit dem Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Josef Laumann, Schritte zur Verbesserung des Systems der Pflegenoten.

Die Erfahrungen des PKV-Prüfdienstes aus mittlerweile fast 8.000 Einzelprüfungen von ambulanten und stationären Pflege­einrichtungen bestätigen die Position von Staatssekretär Laumann, dass die Pflegenoten in ihrer bisherigen Systematik für die Verbraucher nicht aussagekräftig und damit gescheitert sind. Bisher werde nicht unterschieden zwischen unabdingbaren Kernkriterien, die eine gute Pflegeeinrichtung auf jeden Fall erfüllen muss, und weniger wichtigen Faktoren. Dies führe weder zu Transparenz noch zu mehr Qualität in den Pflegeein­richtungen. Der PKV-Prüfdienst unterstützt daher den Vorstoß des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, dass die Bewertungsmaßstäbe für die Transparenznoten neu festgesetzt und geschärft werden müssen. Dies sollte auf objektiver Grundlage durch den Gesetzgeber geschehen und nicht in der bisherigen Form einer Vereinbarung zwischen den Verbänden der Pflege-Selbstverwaltung.

Unbeschadet der Kritik an der Aussagekraft des bisherigen Benotungssystems betonte Staatssekretär Laumann vor den 170 Teilnehmern der Jahrestagung: „Die Prüfdienste leisten bei ihren Qualitätsprüfungen in Pflegeeinrichtungen grundsätzlich gute Arbeit. Um gute Pflegequalität zu gewährleisten, bleiben regelmäßige und unangemeldete Qualitätsprüfungen und Kon­trollen in Pflegeeinrichtungen richtig und wichtig.“

„Wir werden die Weiterentwicklung des Prüfsystems unterstüt­zen, um eine zutreffende Abbildung der Pflege und der Pflege­ergebnisse zu ermöglichen“, versicherte der Vorsitzende des PKV-Pflegeausschusses und stellvertretende Vorsitzende des PKV-Verbandes, Dr. Clemens Muth. „Die Private Krankenversi­cherung versteht sich als Unterstützer und Berater ihrer Versi­cherten. Auch durch ihren hochqualifizierten Prüfdienst trägt die PKV zu einem hohen Qualitätsniveau im Gesundheits- und Pflegesystem bei.“