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ZQP-Umfrage: Schmerzlinderung hat bei Schwerstkranken höchste Priorität

20.02.2014

Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat in einer repräsentativen Forsa-Befragung die Einstellungen der Deutschen zur Versorgung schwerkranker Menschen und zum eigenen Sterben untersucht. Die wichtigsten Kriterien für eine gute Versorgung am Lebensende sind demnach für 86 Prozent der Befragten die maximal mögliche Linderung von Schmerzen, Übelkeit oder Luftnot. Auch die Begleitung im Umgang mit Angst und Trauer halten zwei Drittel der Interviewten für besonders relevant. Mehr als jeder Zweite misst der Beratung und Unterstützung von pflegenden Angehörigen eine hohe Bedeutung bei. Diese Priorisierung der wichtigsten Aspekte für eine gute Versorgung am Lebensende ist hierbei unabhängig davon, ob bereits Erfahrung in der Pflege oder Begleitung einer sterbenden Person gemacht wurde.

Befragt nach den eigenen Wünschen, gibt jeder Zweite an, zu Hause sterben zu wollen. In einem Pflegeheim oder Krankenhaus zu versterben, wünschen sich hingegen nur vier Prozent. Demgegenüber ist davon auszugehen, dass die meisten Menschen in Deutschland, schätzungsweise etwa 65 bis 75 Prozent, in stationären Einrichtungen versterben. Daneben spielen Aspekte wie Teilhabe und Selbstbestimmung eine große Rolle. Für 94 Prozent der Interviewten ist es wichtig, auch in der Phase des Sterbens Dinge tun zu können, die ihnen Freude machen. Über Maßnahmen in der Behandlung und Pflege selbst entscheiden zu können, rangiert auf der Wunschliste der Deutschen an zweiter Stelle (92 Prozent). Aber auch psychosoziale Aspekte haben für einen sehr großen Teil der Befragten einen hohen Stellenwert: Abschied nehmen zu können (88 Prozent) und Familie oder Freunde an der Seite zu haben (86 Prozent), wünschen sich viele Menschen.

Die gemeinnützige Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege wurden von der PKV im Jahr 2009 gegründet.

 

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