• Vorlesen
  • A A A

Neue ZQP-Studie: Gewalterfahrungen in der Pflege sind weit verbreitet

Bild symbolisiert Gewalt in der Pflege
 

03.07.2018

1,4 Millionen pflegebedürftige Menschen werden in Deutschland ausschließlich durch Angehörige versorgt, die dafür sehr viel Zeit, Geduld und Kraft aufbringen. Dabei bleiben belastende Konflikte nicht aus. Eine neue Studie der Stiftung „Zentrum für Qualität in der Pflege“ (ZQP) zeigt nun, dass 45 Prozent der pflegenden Angehörigen schon einmal mit psychischer Gewalt wie Anschreien, Beleidigen oder Einschüchtern konfrontiert worden sind. 11 Prozent haben körperliche Übergriffe wie grobes Anfassen, Kratzen, Kneifen oder Schlagen erlebt.

Auch Pflegende können gewaltsam handeln

Auch Pflegende können gegenüber einer pflegebedürftigen Person gewaltsam handeln. Insgesamt 40 Prozent der Befragten sagten, dies innerhalb der letzten sechs Monate mindestens schon einmal absichtlich getan zu haben. Am häufigsten wurden mit 32 Prozent auch hier Formen psychischer Gewalt berichtet. 12 Prozent machten Angaben zu körperlicher Gewalt, 11 Prozent zu Vernachlässigung. Sechs Prozent nannten freiheitsentziehende Maßnahmen.

Umso wichtiger sind gezielte Unterstützungsangebote sowie Aufklärung zu Gewaltprävention in der Pflege. Das ZQP bietet auf seinem Portal www.pflege-gewalt.de umfangreiche Informationen zur Gewaltprävention sowie Notfall-Kontakte für Krisenfälle.

Für die Untersuchung wurden deutschlandweit 1.006 pflegende Angehörige im Alter zwischen 40 und 85 Jahren dazu befragt, welche Erfahrungen sie mit Konflikten und Gewalt in der Pflege gemacht haben.

 

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten und um Nutzerverhalten und Marketingmaßnahmen in pseudonymer Form zu analysieren. Indem Sie fortfahren, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies und stimmen den Webanalyse-Maßnahmen zu. Ihr Einverständnis können Sie jederzeit widerrufen. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Erweiterte Einstellungen