• Vorlesen
  • A A A

Neue Studie: Deutschland ist doch kein „Operationsweltmeister“

26.02.2015

In Deutschland wird im internationalen Vergleich weniger operiert, als in der Gesundheitsstatistik der OECD angegeben. Das zeigt eine neue Studie des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP). Denn in der Regel berücksichtigen die OECD-Daten nicht den Einfluss des unterschiedlichen Bevölkerungsalters in den einzelnen Ländern, obwohl eine Vielzahl medizinischer Eingriffe eindeutig altersabhängig ist.

Wird dies berücksichtigt, verändert sich das Länder-Ranking deutlich. So landete Deutschland nach der alten Systematik in der OECD-Gesundheitsstatistik 2014 bei Hüftersatz-Operationen hinter der Schweiz auf dem zweiten Platz. Altersbereinigt wäre es dagegen der fünfte Platz – hinter der Schweiz, Norwegen, Österreich und Luxemburg.

Die Forscher des WIP zeigen in ihrer Studie die starke Altersabhängigkeit von 15 chirurgischen Eingriffen sowie der Gesundheitsausgaben insgesamt. Nimmt man eine entsprechende Altersstandardisierung der OECD-Daten vor, wird deutlich, dass das deutsche Gesundheitssystem ein hohes Maß an Versorgung durch chirurgische Eingriffe zu moderaten Kosten bereitstellt. Von einer unangemessenen Rolle als „Operationsweltmeister“ zu reden, sei daher in keiner Weise gerechtfertigt, schreiben die Autoren.

Die Untersuchung des WIP „Die Aussagekraft von Länderrankings im Gesundheitsbereich – Eine Analyse des Einflusses der Altersstruktur auf die OECD-Daten“ kann im Internet unter www.wip-pkv.de heruntergeladen oder in gedruckter Form unentgeltlich beim WIP bestellt werden.

 

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten und um Nutzerverhalten und Marketingmaßnahmen in pseudonymer Form zu analysieren. Indem Sie fortfahren, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies und stimmen den Webanalyse-Maßnahmen zu. Ihr Einverständnis können Sie jederzeit widerrufen. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Erweiterte Einstellungen