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Privatversicherte erhalten mehr Heilmittel

07.01.2015

Privatversicherte erhalten im Heilmittelbereich eine umfangreichere und individuellere Versorgung als gesetzlich Versicherte. Entsprechend höher sind auch die Heilmittelausgaben. Das zeigt eine aktuelle Studie des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP).

Im Jahr 2013 haben die Privatversicherten insgesamt 1.554 Millionen Euro für Heilmittel ausgegeben. Wären die PKV-Versicherten gesetzlich krankenversichert gewesen, hätte die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) nur rund 618 Millionen Euro für sie aufgewendet. Die Differenz zwischen den tatsächlichen Ausgaben und den hypothetischen Heilmittelausgaben der PKV-Versicherten in der GKV kann als Mehrumsatz der PKV im Heilmittelbereich bezeichnet werden. Er belief sich auf 936 Millionen Euro. Im Durchschnitt entfielen damit auf jede Praxis 13.300 Euro Mehrumsatz im Jahr.

Die Heilmittelversorgung wird in der GKV wesentlich stärker eingeschränkt und reglementiert als in der PKV. Die GKV wirkt in diesem Bereich zudem massiv auf das ärztliche Verordnungsverhalten ein. Neben Leistungsausschlüssen und -einschränkungen führen vor allem Richtgrößen und die Möglichkeit eines Regresses gegen den behandelnden Arzt in der GKV zu Rationierung.

Zu den Heilmitteln gehören insbesondere Maßnahmen der Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie und Podologie.

Zur Studie (PDF-Dokument)