• Vorlesen
  • A A A

Welt-Alzheimertag: Mehr Leistungen für Demenzkranke

Infografik
 

19.09.2016

Erfreuliche Aussichten zum Welt-Alzheimertag am 21. September: Mit dem Jahreswechsel werden die rund 1,5 Millionen Demenzkranken in Deutschland und ihre Angehörigen deutlich mehr Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch nehmen können.

Grund dafür ist das Pflegestärkungsgesetz II, das zum 1. Januar in Kraft treten wird. Kern der Reform ist die Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs. Die bisherige Definition von Pflegebedürftigkeit orientiert sich vor allem an körperlichen Beeinträchtigungen und wird damit der Situation von Menschen mit kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen wie Demenz nur zum Teil gerecht. Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff macht künftig dagegen die Alltagskompetenz zum Maßstab.

Das ist vor allem für Demenzkranke eine echte Verbesserung. Viele von ihnen sind körperlich kaum eingeschränkt, können aber ihren Alltag dennoch nicht selbstständig bewältigen. Künftig werden auch ihre kognitiven und psychischen Beeinträchtigungen bei der Einstufung in einen der neuen fünf Pflegegrade angemessen berücksichtigt.

Niemand, der bereits Pflegebedürftig ist, wird schlechter gestellt

Die Pflegereform erweitert die Leistungen von Privater und Sozialer Pflegepflichtversicherung gleichermaßen. Kein Pflegebedürftiger muss sich übrigens Sorgen machen, künftig weniger Leistungen von der Versicherung zu erhalten. Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen kommen – von ihrer alten Pflegestufe aus gesehen – automatisch in den nächst höheren Pflegegrad. Liegt eine dauerhafte erhebliche Einschränkung der Alltagskompetenz vor, kommen Pflegebedürftige sogar in den übernächsten Pflegegrad.