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Vom Main bis an die Küste: PKV zeichnet weitere Pflegeprofis aus

12.08.2019

Auch in dieser Woche hatten Pflegeprofis in ganz Deutschland Grund zum Feiern: Der Verband der Privaten Krankenversicherung hat weitere Landessieger seines Pflege-Wettbewerbs „Deutschlands beliebteste Pflegeprofis“ geehrt: Diesmal kamen die Gewinner aus Bayern, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Sachsen.

„Sind Sie nicht Schwester Christine? Ich kenne Sie doch aus der Zeitung...“ Seitdem in der Presse stand, dass Fachpflegerin Christine Goßlau den Landessieg in Rheinland-Pfalz geholt hat, ist sie beim Einkaufen schon von wildfremden Menschen angesprochen worden. Dabei ist ihr jeder Rummel um ihre Person unangenehm: „Ich stehe doch nur stellvertretend für viele, die genau dieselbe Wertschätzung verdienen“, sagt sie bei der Preisverleihung im Koblenzer Kemperhof.

In dem Gemeinschaftsklinikum ist sie für Patientinnen und Patienten zuständig, die an Krebs erkrankt sind. „Die Arbeit in der Onkologie ist oft schwer, weil man eine Beziehung zu den Menschen aufbaut“, berichtet Christine Goßlau. Und der Tod ist ein ständiger Begleiter. Dennoch hat sich die alleinerziehende Mutter bewusst für diesen Bereich entschieden, nachdem sie zuvor einige Jahre in der Altenpflege gearbeitet hatte.

 

Harfen-Konzert für die Gewinner

Noch immer in der Altenpflege arbeiten die Pflegeprofis des „Altenheims Rosengarten“. Der ganze Saal singt mit, als die Harfengruppe des Heims zu Ehren der bayerischen Landessieger aufspielt. Neben vielen Bewohnern und Angehörigen sind auch der Bürgermeister des Ortes Kleinwallstadt, Vertreter der Kirchen und Politiker aus Land- und Bundestag zu Gast.

Für sie alle hat sich die Rohe’sche Altenheim-Stiftung ein schönes Rahmenprogramm ausgedacht. Emotionaler Höhepunkt: Die Vorführung eines Videos, in dem jeder einzelne „Rosengarten“-Bewohner dem Pflegeteam zum Landessieg gratuliert – einschließlich der ältesten Dame, die in diesen Tagen ihren 102. Geburtstag feiert. „Bei der Führung unserer Teams haben das Miteinander und die gegenseitige Wertschätzung oberste Priorität“, berichtet Wohnbereichsleiter Stefan Fischer. „Der Landessieg motiviert uns, so weiter zu machen wie bisher und unseren schönen Beruf weiterhin mit Freude auszuüben.“

 

„Medizin ist Teamarbeit“

„Ich habe in den vielen Jahren meiner Tätigkeit noch nie das Glück gehabt, ein so tolles Team zu erleben“: In Sachsen-Anhalt hat der Chefarzt persönlich das Pflegeteam für den Wettbewerb nominiert. „Ohne Sie wäre diese Neurologie nicht unsere Neurologie“, lobt Andreas Linsa die Pflegerinnen und Pfleger seiner Station im Lausitzer Seenland Klinikum.

Auch Pflegedirektorin Beate Wolthusen würdigt in einer bewegenden Rede die Leistungen der Landessieger von Sachsen-Anhalt. Durch sein Engagement, seine Freundlichkeit und seine Zuwendung gegenüber Patientinnen und Patienten habe das Team die gesamte Klinik geprägt. „Der Wettbewerb ist eine tolle Sache“, freut sich die junge Pflegerin Linda Muth über die Auszeichnung. Das mache den Pflegeberuf sichtbarer – „und das finde ich klasse“.

 

„Wie eine kleine Familie“

Drei Stunden Schlaf, mehr ist für die Nachtschicht auf der gerontopsychiatrischen Station L2b des Sana HANSE-Klinikums in Wismar nicht drin. Als das Team um die Mittagszeit als Landessieger von Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet wird, will sich niemand die Ehrung entgehen lassen. Schnell wird klar, dass das Pflegeteam der Gerontopsychiatrie ein besonders enges Miteinander pflegt. „Unser Team ist wie eine kleine Familie“, erzählt Stationsleiterin Dagmar Schulz. Auf der Station pflegen 18 Pflegekräfte ältere Patienten mit Demenz, Depressionen oder psychosozialen Störungen. Das erfordert viel Geduld, Empathie und Verständnis – Eigenschaften, die auch die den Umgang im Team prägen.

Die Freude der Klinikleitung über den Landessieg ist groß. „Ich bin sehr stolz auf das Team“, betont Geschäftsführer Michael Jürgensen. Die Pflegeprofis selbst sind gerührt von so viel Wertschätzung. Und fast genauso schön: Während der Abstimmung habe ihr privates und berufliches Umfeld einen ganz neuen Blick auf die Pflege bekommen, sagt Dagmar Schulz.

 

„One band, one sound“

Die meisten Gewinner kommen in Arbeitskleidung: Die Landessieger am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf steigen direkt von ihrer Leukämiestation C5A die zwei Stockwerke hoch in den Tagungsraum des onkologischen Zentrums. Einige Pflegeprofis haben gerade Schichtende, manche kommen kurz während der Arbeit, andere extra an ihrem freien Tag.

„One band, one sound“, lautet das Motto auf C5A. Das Team versteht sich als Ensemble, in dem jeder etwas anderes gut beherrscht, was erst im Zusammenspiel aller zur Perfektion kommt. Eine ehemalige Patientin hat das Team um Leiter Carsten Nordbrock beim Wettbewerb nominiert: „Sie hatten immer ein offenes Ohr, kannten die Besonderheiten der Patienten und gingen darauf ein. Jeden Tag hat man gemerkt, dass der Beruf für sie nicht nur ein Job ist, sondern Berufung. Und das half mir, meine Krankheit auch in schwierigen Momenten durchzustehen.“

 
 

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