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Viele pflegende Angehörige kämpfen mit depressiven Phasen

11.08.2015

In Deutschland werden 70 Prozent der Pflegebedürftigen zuhause betreut. Welche Folgen die hohe emotionale und psychische Belastung der Pflege für pflegende Angehörige haben kann, hat jetzt eine Studie (PDF-Dokument) des Meinungsforschungsinstituts FORSA für die Private Pflegeberatung COMPASS untersucht. Die Ergebnisse sind alarmierend: Jeder Zweite (65%) fühlt sich mit der Pflege von Angehörigen manchmal bis häufig überfordert. Und 73 Prozent der Pflegenden empfinden die Tätigkeit emotional und psychisch eher bis sehr belastend. Jeder Dritte (32%) gab außerdem an, dass die Belastung vorübergehend zu depressiven Phasen geführt habe. Bei Menschen, die demenzkranke Angehörige betreuen, steigt dieser Anteil sogar auf 40 Prozent.

Erst vergangene Woche hatte das Hamburger Abendblatt berichtet, wie sehr eine Pflegetätigkeit auch professionelle Mitarbeiter in Alten- und Pflegeheimen psychisch belasten kann. Umso wichtiger ist es für pflegende Angehörige, Entlastungsangebote anzunehmen, um sich zu erholen und Kraft zu tanken. Die Kosten hierfür werden in vielen Fällen von der Pflegeversicherung übernommen. Allerdings hat die FORSA-Umfrage diesbezüglich ein schwerwiegendes Defizit aufgedeckt: Jeder zweite Befragte (50%) fühlte sich schlecht oder weniger gut über bestehende Entlastungsangebote informiert.

 

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