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Unabhängige Patientenberatung veröffentlicht Jahresbericht 2018

Patienten können sich auch vor Ort in einem UPD-Beratungsmobil beraten lassen.

© UPD / Ausserhofer

 

26.06.2019

Die neue Datenschutz-Grundverordnung hat sich merklich auf die Arbeit der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) ausgewirkt. Das geht aus dem UPD-Jahresbericht „Monitor Patientenberatung 2018“ hervor, der am Montag in Berlin vorgestellt wurde. Demzufolge haben sich die Beratungszahlen im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent reduziert. Die rückläufigen Zahlen sind auf eine überdurchschnittlich hohe Absprungrate zurückzuführen: Viele Anrufer beendeten das Telefonat noch während der automatisierten Datenschutzhinweise – und somit vor dem eigentlichen Beratungsgespräch.

Dennoch nahmen weiterhin viele Bürger das Beratungsangebot in Anspruch. Insgesamt bearbeiteten die Mitarbeiter im vergangenen Jahr 128.586 Anfragen. Wie in den Jahren zuvor nutzten die Ratsuchenden das telefonische Angebot mit Abstand am häufigsten. Daneben gibt es die Möglichkeit, mithilfe von Online-Formularen oder per Brief schriftlich Rat einzuholen. Wer ein persönliches Gespräch mit Augenkontakt wünscht, der kann sich an die Vor-Ort-Beratung wenden. Das Angebot richtet sich unabhängig vom Versichertenstatus an alle Patienten. Die Beratungsleistung ist kostenfrei.    

Mehr Fragen zu Patientenrechte

In rund 64 Prozent der Fälle wünschten sich die Patienten eine rechtliche Beratung. Die restlichen Anfragen teilten sich in jeweils gleichen Maße auf allgemeine und medizinische Fragestellungen auf.

„In der Beratung erleben wir, wie schwer es vielen Ratsuchenden tatsächlich fällt, verlässliche Informationen zu finden, zu bewerten, daraus die passenden Handlungsoptionen abzuleiten und Ansprüche und Interessen dann auch durchzusetzen“, sagte Thorben Krumwiede, Geschäftsführer der UPD-Patientenberatung.     

Die meisten Ratsuchenden kontaktierten die UPD zu Leistungsansprüchen gegenüber Kostenträgern. Mit 40.294 Beratungen ist das Thema mit großen Abstand auf dem ersten Platz. Den zweiten Platz belegen Fragen zu Patientenrechten mit 13.492 Beratungen. Dabei dominierten Fragen rund um die Einsicht in die Krankenunterlagen, die freie Arztwahl sowie das Selbstbestimmungsrecht. Trotz sinkender Beratung nahmen die Anfragen zu Patientenrechten zu. Das Thema Behandlungsfehler legte ebenfalls zu.

PKV-Verband finanziert fremdsprachige Beratung der UPD       

Der Verband der Privaten Krankenversicherung ermöglicht seit vielen Jahren ein Beratungsangebot für Muttersprachler des Türkischen, Russischen sowie der arabischen Sprache.  

Im Jahr 2018 fanden 1.327 Beratungen in einer der drei Sprachen statt. Zwei Drittel der Anfragen entfiel dabei auf die russischsprachige Beratung. Ein Viertel aller Anfragen wurde in der türkischen Sprache durchgeführt.

 

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