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Skiurlaub: Auslandsreisekrankenversicherung nicht vergessen

28.01.2015

Jeder zehnte Deutsche war in diesem Winter bereits im Skiurlaub oder hat dies noch vor. Hochgerechnet sind das über 8 Millionen Menschen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA im Auftrag des PKV-Verbandes. Bevor es in die verdienten Ferien geht, sollte aber jeder noch einmal seinen Versicherungsschutz überprüfen. Im Inland ist das kein Problem: Gesetzliche oder Private Krankenversicherung zahlen bei einem Unfall die anfallenden Behandlungskosten. Alle, die ins Ausland fahren, sollten aber auf jeden Fall eine Auslandsreisekrankenversicherung im Gepäck haben.

Gesetzlich Versicherte
Insbesondere Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen können mit einer Auslandsreisekrankenversicherung Deckungslücken im Krankheitsfall schließen, die zum Teil erheblich sein können. Zwar sind auch gesetzlich Versicherte bei Reisen in die Staaten des Europäischen Wirtschaftsraumes und in die Schweiz mit ihrer Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) versichert. Das gleiche gilt für Länder, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht.
Allerdings werden die Kosten der ambulanten und stationären Behandlung nur im Rahmen der jeweiligen Krankenversicherung im Urlaubsland übernommen. Das kann im Krankheitsfall zu einem eingeschränkten Versicherungsschutz und/oder zu einer hohen Selbstbeteiligung führen. Auch die Behandlung in privaten Krankenhäusern ist grundsätzlich nicht abgedeckt. Mit einer privaten Auslandsreisekrankenversicherung können diese Deckungslücken geschlossen werden.
Privatversicherte
Privatversicherte sind bei Auslandsreisen besser abgesichert. Für sie gilt der Versicherungsschutz in ganz Europa. Für die Dauer von maximal einem Monat, bei manchen Versicherungsunternehmen bis zu drei Monaten, gilt der private Vollschutz auch weltweit.
Nichtsdestotrotz ist der Abschluss einer Auslandsreise-Krankenversicherung auch für Privatversicherte in vielen Fällen sinnvoll. Denn oft ist ein notwendig werdender Rücktransport in die Heimat in den normalen Krankenversicherungsverträgen nicht vorgesehen. Wenn diese Leistung nicht abgesichert ist, ist der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung dringend zu empfehlen. Denn je nach Aufenthaltsort und Krankheit können die Kosten für einen Rücktransport erheblich sein. Und gerade nach Skiunfällen, die oft mit Knochenbrüchen einhergehen, kann man leicht auf einen speziellen Rücktransport angewiesen sein. Das gleiche gilt natürlich auch für gesetzlich Versicherte. Denn hier ist ein Rücktransport generell nicht vorgesehen.