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Top-Werte für deutsches Gesundheitssystem

© iStock/Cecilie-Arcurs

 

27.05.2020

Schon seit Wochen gilt Deutschland im Ausland als Musterbeispiel im Umgang mit der Corona-Pandemie. Nun zeigt sich auch hierzulande eine steigende Zustimmung zum Gesundheitswesen – und zwar sowohl in der Bevölkerung als auch in der Wissenschaft.

Ausländische Medien überschlagen sich förmlich mit Lob für das deutsche Gesundheitssystem. Laut New York Times ist zum Beispiel die vergleichsweise geringe Sterberate unter anderem auf das „robuste Gesundheitssystem“ in Deutschland zurückzuführen. Und der US-amerikanische Fernsehsender NBC stellt explizit die Vorteile des Zusammenspiels von Gesetzlicher und Privater Krankenversicherung heraus.

Mittlerweile lässt der – zumindest bislang – erfolgreiche „Stresstest Corona“ die Zustimmungswerte auch im Inland deutlich steigen: 89 Prozent der Bevölkerung bewerten das Gesundheitssystem mit gut oder sogar sehr gut. Das sei der höchste Wert der vergangenen 20 Jahre, schreibt die Ärzte-Zeitung unter Bezug auf eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Allensbach.

Glimpfliche Corona-Bilanz auch ein Erfolg privatwirtschaftlicher Strukturen

Auch aus wissenschaftlicher Sicht sind Zweifel an der Funktionsfähigkeit des deutschen Gesundheitswesens angesichts der gesammelten Erfahrungen mit der Pandemie unangebracht: „Die glimpfliche Corona-Bilanz ist auch ein Erfolg privatwirtschaftlicher Strukturen im Gesundheitssystem“, sagt Jochen Pimpertz vom Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln. In einer aktuellen Studie (PDF-Dokument) hat er analysiert, warum eine Debatte über eine stärkere Rolle des Staates im Gesundheitssystem zur Unzeit komme – gerade auch mit Blick auf das Krankenversicherungssystem. Zusammenfassend heißt es: „Ein bevölkerungsumfassender Zugang zur medizinischen Versorgung ist in Deutschland grundsätzlich über die allgemeine Krankenversicherungspflicht gewährleistet. Mit dem Nebeneinander von privater und gesetzlicher Krankenversicherung lässt sich deshalb unter den Vorzeichen der Pandemie kein Reformbedarf begründen.“

 

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