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Privatversicherte finanzieren Bundeszuschuss zur GKV überproportional mit

09.06.2020

Die Privatversicherten in Deutschland tragen auch zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen bei: als Steuerzahler. Über 3 Milliarden Euro jener Steuergelder, die der Gesundheitsfonds der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in diesem Jahr ursprünglich als Bundeszuschuss erhalten sollte, stammen nämlich aus Haushalten, in denen wenigstens eine privatversicherte Person lebt.

Bei einem geplanten Zuschuss von insgesamt 14,5 Milliarden Euro für den GKV-Fonds entspricht das immerhin fast 21 Prozent. Diesen Wert hat das RWI – Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung in Essen für eine Studie ermittelt, über die das Handelsblatt berichtet. RWI-Professor Boris Augurzky sagte der Zeitung: „Privatversicherte tragen überproportional viel zum Steuerzuschuss an die gesetzliche Krankenversicherung bei.“

 

Auch eine Ausweitung der Corona-Hilfen würde so mitgetragen

Dieser Effekt würde auch bei einer zusätzlichen Steuerfinanzierung von Pandemiekosten auftreten, sagt Augurzky. „Sollte der Bundeszuschuss zum Gesundheitsfonds erhöht werden, dann ist davon auszugehen, dass Privatversicherte auch hier über ihre Steuern einen überproportional größeren Anteil tragen.“ Eine solche Erhöhung um rund 3,5 Milliarden Euro hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gerade ins Gespräch gebracht.

Auch die Private Krankenversicherung (PKV) engagiert sich in der Corona-Krise auf vielfältige Weise. So ist sie in staatliche „Rettungsprogramme“ eingebunden, hat aber darüber hinaus auch freiwillige Vereinbarungen geschlossen. Eine Übersicht über die PKV-Beteiligung an den Pandemiekosten gibt es hier. In den Medien aufgegriffen wurden jüngst die Unterstützung für Arzt- und Zahnarztpraxen.

 

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