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Initiativen für mehr Patientensicherheit ausgezeichnet

15.06.2020

Das Aktionsbündnis Patientensicherheit hat im Mai bereits zum siebten Mal den Deutschen Preis für Patientensicherheit vergeben. Der mit insgesamt 19.500 Euro dotierte Preis zeichnet Akteure im Gesundheitswesen aus, die mit innovativen Ideen und Projekten die Sicherheit der Patienten in der ambulanten und stationären Versorgung verbessern. Der PKV-Verband gehört zu den Förderern des Aktionsbündnisses. 

Jede Minute sterben laut WHO weltweit fünf Menschen wegen fehlerhafter medizinischer Behandlung. Oft sind es falsche Diagnosen, Medikamente oder Infektionen während der Behandlung. Fehler würden aus Angst vor Repressalien oft verschwiegen. Selbst in entwickelten Ländern wie Deutschland entfallen laut einer OECD-Studie 15 Prozent der Ausgaben und der Aktivitäten in Kliniken auf Folgen und Verstöße gegen die Patientensicherheit.

Projekte werden gesamtgesellschaftlicher Verantwortung gerecht

Die in diesem Jahr prämierten Projekte verbessern nicht nur die Patientensicherheit in der eigenen Einrichtung. Vielmehr können diese Projekte auch von anderen Kliniken und Praxen genutzt werden, so dass sie noch mehr Patientinnen und Patienten zugutekommen können.

„Ansätze für Verbesserungen der Patientensicherheit sind dann besonders wertvoll, wenn sie möglichst breit, also über die eigene Einrichtung hinaus, die Versorgung besser und sicherer machen. Das bedeutet aber auch, dass sie sich finanziell nicht immer rechnen. Wir freuen uns deshalb besonders, dass wir den Preis an Projekte vergeben können, die dieser gesamtgesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden,“ sagt Dr. Ruth Hecker, Vorsitzende im Aktionsbündnis Patientensicherheit.

Sonderpreis für Informationskampagne zum Thema Schlaganfall

Neben drei Preisen für medizinische Projekte aus den Bereichen Palliativmedizin, Ultraschall und Krankenhauskeime sowie Sicherheit im OP, gab es einen Sonderpreis für die Informationsoffensive einer Klinik über das richtige Verhalten bei Verdacht auf Schlaganfall.