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Präventionsforum 2019: Die Qualität im Mittelpunkt

Präventionsforum 2019
 

16.09.2019

Die Mitglieder der Nationalen Präventionskonferenz (NPK) – darunter die PKV – haben viel auf den Weg gebracht, um Gesundheitsförderung und Prävention in den sogenannten „Lebenswelten“ wie Schulen oder Pflegeeinrichtungen weiterzuentwickeln. So fasst das IGES-Institut auf dem Präventionsforum 2019 die Ergebnisse des ersten Nationalen Präventionsberichts zusammen.

Aufgabe des Präventionsforums ist es, die NPK zu beraten und sie mit der Fachszene ins Gespräch zu bringen. Jedes Jahr steht dabei ein anderer Schwerpunkt im Mittelpunkt. In diesem Jahr hat sich das Forum zwei Themen gewidmet: Am Vormittag haben Mitglieder der NPK und andere Vortragende gemeinsam den Präventionsbericht ausgewertet. Am Nachmittag stand die Frage der Qualitätssicherung und Evaluation von Gesundheitsförderung und Prävention im Mittelpunkt.

Qualitätssicherung weiter professionalisieren

Das Fazit der IGES-Experten, die den Bericht verfasst haben: Der Bericht belege zwar die Bestrebungen aller Akteure, Qualitätssicherung und Evaluation von Gesundheitsförderung und Prävention weiter zu professionalisieren. Aktuell lässt die Qualität vieler Studien aber leider noch oft zu wünschen übrig.

Timm Genett, Geschäftsführer Politik im PKV-Verband, regt aus diesem Grund ein gemeinsames Vorgehen an: „Wir haben als Kostenträger ein großes Interesse daran, dass Maßnahmen, die wir finanzieren, auch wirken. Wir brauchen daher eine echte Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Instrumenten zur Qualitätssicherung und Evaluation, unter Beteiligung aller hiervon Betroffenen."

Nach Vorgabe der gemeinsamen „Bundesrahmenempfehlungen“ müssen Präventionsleistungen nicht nur einen belegbaren Nutzen aufweisen, sondern darüber hinaus auch anerkannten Qualitätsmaßstäben entsprechen sowie in fachlich gebotener Qualität und wirtschaftlich erfolgen.

Eine enge Zusammenarbeit der Präventionsträger und das Wissen um die jeweiligen Aufgaben sei daher unerlässlich für Erfolge, stellt BMG-Abteilungsleiterin Birgit Naase auf dem Forum klar. Sie sieht die Prävention in Deutschland auf einem guten Weg, mahnt aber: „Mit dem Präventionsbericht endet die Arbeit nicht“. Denn die Herausforderungen blieben nahezu unverändert: die alternde Gesellschaft in Deutschland, der Trend hin zu chronischen und psychischen Erkrankungen und die Aufgabe, auch diejenigen Menschen zu erreichen, die Gesundheitsangebote selbst nicht suchen.

BMG kündigt Weiterentwicklung des Präventionsgesetzes an

„Es gilt, die Menschen dort abzuholen, wo sie die meiste Zeit ihres Tages verbringen“, fasst Naase den Lebenswelten-Ansatz zusammen. Stellvertretend für ihr Ministerium kündigt sie ausgehend vom Präventionsbericht demnächst Eckpunkte zur Weiterentwicklung des Präventionsgesetzes an.

Auch PKV-Geschäftsführer Timm Genett sieht den demografischen Wandel als große Herausforderung: „Es ist allerhöchste Zeit, unsere Aktivitäten auf strukturbildende Maßnahmen für ältere Menschen in ländlichen Regionen auszurichten“, appellierte er in die Runde.

Das Präventionsgesetz trat im Jahr 2015 in Kraft. Seit 2016 findet das Präventionsforum statt. Es ist kein festes Gremium, sondern eine jährliche Veranstaltung mit wechselnden Teilnehmern. Fast 300 Vertreterinnen und Vertreter der „maßgeblichen Organisationen und Verbände“ sowie der NPK-Mitglieder haben in diesem Jahr daran teilgenommen. In insgesamt sechs Workshops haben die Teilnehmer das Thema Qualitätssicherung und Evaluation für die verschiedenen Lebenswelten Kitas, Schulen und Hochschulen, die Kommune, die Arbeitswelt und die stationäre Pflege diskutiert.

 

IGES zieht Bilanz, mehr über die Präventionskonferenz auf Twitter

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