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PKV-Ombudsmann: Zahl der Schlichtungsanträge sinkt um 18 Prozent

© PKV-Verband. Abbildung: Heinz Lanfermann, Ombudsmann der Privaten Kranken- und Pflegeversicherung

 

05.02.2020

Privatversicherte haben sich im vergangenen Jahr deutlich weniger beim Ombudsmann der Privaten Kranken- und Pflegeversicherung über ihren Versicherer beschwert. Das zeigt der aktuelle Tätigkeitsbericht 2019 der Schlichtungsstelle. Insgesamt gingen im Jahr 2019 5.953 Anträge beim PKV-Ombudsmann ein – rund 19 Prozent weniger als noch im Vorjahr (2018: 7.328). Besonders auffällig ist der starke Rückgang von Beschwerden zur Beitragshöhe bzw. Beitragsanpassung in der Krankheitskostenvollversicherung. Ihre Zahl sank um über 80 Prozent auf nunmehr 250 Anträge (2018: 1.504).     

 
 

Hohe Zufriedenheit der PKV-Versicherten

Der PKV-Ombudsmann ist für die rund 40 Millionen bestehenden Versicherungspolicen in der Krankheitskostenvoll-, Zusatz- und Pflegeversicherung zuständig. Setzt man die Zahl der Verträge ins Verhältnis zu den Beschwerden, so liegt die Beschwerdequote bei unter 0,02 Prozent. „Dies spricht für eine weiterhin hohe Zufriedenheit der Versicherten mit ihrer privaten Krankenversicherung und insbesondere auch für ein lösungsorientiertes Beschwerdemanagement der Krankenversicherer“, bewertet Ombudsmann Heinz Lanfermann die neusten Zahlen.

Keine „Überraschungen“ bei Schlichtungsthemen

In vier von fünf Fällen zogen die Beschwerdeführer die Schlichtungsstelle bei Meinungsverschiedenheiten zur Krankheitskostenvollversicherung hinzu. Dabei ging es sehr häufig um Gebührenstreitigkeiten (20,4 % der Schlichtungsanträge) und die Feststellung der medizinischen Notwendigkeit (16,6 %), gefolgt von Beschwerden zur Kostenerstattung von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln (14,9 %). „Damit gab es auch im vergangenem Jahr keine Überraschungen bei der thematischen Ausrichtung des Antragsaufkommens“, erklärt Lanfermann.

Die Schlichtungsverfahren zu den Zusatzversicherungen betrafen hauptsächlich die Auslegung der Vertragsbedingungen. Diese machten rund ein Drittel aller 758 Anträge aus.

Im Bereich der Pflegepflichtversicherung gab es insgesamt nur 191 Anträge auf ein Schlichtungsverfahren.     

Die Aufgaben des Ombudsmanns

Der Ombudsmann hat die Aufgabe, im Fall von Beschwerden zwischen Versicherer und Versicher­ten als Schlichter zu vermitteln und möglichst eine Versöhnung der Parteien herbeizuführen. Dies gilt auch im Verhältnis zwischen Versicherungsver­mittlern und Versicherten. Der Ombudsmann ist in seiner Ausübung unabhängig und an Weisun­gen nicht gebunden.

Die kompletten Tätigkeitsberichte können Sie hier einsehen und herunterladen.  

 

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