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PKV-Öffnungsaktion für Beamte

 

06.08.2019

Die allermeisten Beamten erhalten im Krankheitsfall einen Teil der Behandlungskosten von ihrem Dienstherrn als Beihilfe erstattet. Die restlichen Kosten sichern sie über eine private Krankenversicherung ab. Für diese klassische Kombination haben sich 94 Prozent aller Beamten in Deutschland entschieden. Selbst mit Vorerkrankungen oder einer Behinderung kann sich jeder Beamte privat versichern. Das garantiert die so genannte Öffnungsaktion.

Seit wann gibt es die Öffnungsaktion für Beamte?

Die Geschichte der Öffnungsaktionen reicht bis ins Jahr 1987 zurück. Damals einigten sich mehrere private Krankenversicherer darauf, Beamte nicht wegen Vorerkrankungen oder eines hohen Lebensalters abzulehnen. In den darauffolgenden Jahren erleichterte die Branche die Zugangsbedingungen für neue Versicherte im Beamtenverhältnis kontinuierlich. Zuletzt wurde die Öffnungsaktion im Januar 2019 auch auf Beamte im Ausbildungsverhältnis ausgeweitet. 

Was bedeutet die Öffnungsaktion für Beamte genau?    

Jeder neu eingestellte Beamte kann sich im Rahmen der Öffnungsaktion unabhängig vom Gesundheitszustand und Lebensalter privat versichern – niemand darf aus Risikogründen abgelehnt werden. Sofern das Versicherungsunternehmen aufgrund der Vorerkrankung einen sogenannten Risikozuschlag erhebt, ist dieser auf 30 Prozent des tariflichen Beitrags begrenzt. Leistungsausschlüsse gibt es nicht.

Wer kann an der Öffnungsaktion teilnehmen?     

Die Öffnungsaktion gilt für Beamte auf Widerruf, Probe, Zeit oder Lebenszeit. Außerdem können erstmals bei der Beihilfe berücksichtigungsfähige Angehörige ebenfalls von dem erleichterten Zugang profitieren. Dazu zählen Ehe- oder eingetragene Lebenspartner, Kinder und Adoptivkinder. Voraussetzung ist allerdings, dass sie nicht in der Gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sind.

Was ist zu beachten?

Um von der Öffnungsaktion profitieren zu können, muss ein entsprechender Antrag bei einem teilnehmenden Versicherungsunternehmen innerhalb von sechs Monaten nach der Verbeamtung beantragt werden.

Wo gibt es weitere Informationen?

 

 

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