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PKV-Alterungsrückstellungen überschreiten 270-Milliarden-Grenze

29.10.2019

Vor zehn Jahren hat die Europäische Zentralbank (EZB) im Zuge der internationalen Finanzkrise den Leitzins innerhalb weniger Monate von 4,25 Prozent auf 1 Prozent gesenkt. Seit März 2016 liegt der Zinssatz im Euroraum sogar bei null Prozent. Die Kapitalanlagen der privaten Krankenversicherungen sind trotz dieser Niedrigzinsphase weitergewachsen: Im Oktober dieses Jahres haben die Alterungsrückstellungen der Privatversicherten die Rekordmarke von 270 Milliarden Euro überschritten. Seit 2009 sind die Rückstellungen damit um rund 125 Milliarden Euro angewachsen – ein Plus von 86 Prozent (Wert 2009: 145,3 Mrd. €).

 

In der Privaten Krankenversicherung (PKV) sorgen die Versicherten mit einem Teil ihrer Beiträge für die steigenden Gesundheitskosten im Alter vor. Dadurch werden – anders als in der umlagefinanzierten Gesetzlichen Krankenversicherung – zukünftige Generationen nicht belastet. Die sogenannten Alterungsrückstellungen werden von den PKV-Unternehmen am Kapitalmarkt angelegt. Natürlich geht die langjährige Niedrigzinspolitik der EZB auch an der PKV nicht spurlos vorbei: Bei allen neuen Kapitalanlagen gibt es zu den heutigen Zinsbedingungen entsprechend weniger Erträge – das betrifft Kleinsparer, Banken und Versicherer gleichermaßen. Doch mit einer durchschnittlichen Jahresnettoverzinsung von rund 3,5 Prozent im Jahr 2017 profitieren die Versicherten weiterhin von der nachhaltigen Anlagestrategie der Unternehmen.

Das generationengerechte Finanzierungsmodell der PKV wird nicht nur in der Krankenversicherung, sondern auch in der Privaten Pflegepflichtversicherung angewendet: Auf diese entfallen mehr als 37 Milliarden der insgesamt 270 Milliarden Euro Alterungsrückstellungen.

 
 

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