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Pflege-Zusatzversicherung – jetzt aktiv werden!

09.08.2016

Der Countdown läuft: Zum Jahreswechsel tritt die nächste Pflegereform in Kraft. Viele Verbesserungen, vor allem für Demenzkranke, sind damit verbunden. Doch im Pflegeheim übernimmt die gesetzliche Pflegeversicherung nach wie vor nur einen Teil der Kosten. Wer eine Pflege-Zusatzversicherung abschließen möchte, wird am besten sofort aktiv.  

Die Gründe:

1. Eine Pflege-Zusatzversicherung ist nach der Pflegereform genauso wichtig wie vorher.

Jeder muss in Deutschland verpflichtend eine Pflegeversicherung abschließen. Was vielen nicht bewusst ist: Diese gesetzliche Pflegeversicherung ist nur eine Art „Teilkasko“ und übernimmt in der Regel nicht alle Kosten. Es bleibt ein beträchtlicher Eigenanteil. Bei Unterbringung im Pflegeheim beträgt diese „Pflege-Lücke“ je nach Pflegestufe mehr als 1.500 Euro im Monat. Mit einer Pflege-Zusatzversicherung kann man nicht nur sich selbst, sondern auch seine Ehepartner und Kinder davor schützen, die zusätzlichen Kosten aus der eigenen Tasche bezahlen zu müssen.

2. Je früher, desto besser, denn:

a) Der Beitrag der Versicherung richtet sich nach dem Lebensalter bei Vertragsbeginn – je älter man ist, desto teurer wird es. Das heißt, wer seinen Vertrag noch in diesem Jahr abschließt, erhält ihn günstiger als im kommenden Lebensjahr.

b) Der Beitrag richtet sich meist auch nach dem Gesundheitszustand bei Vertragsabschluss. Wer abwartet und in der Zwischenzeit gesundheitliche Probleme bekommt, muss bei einem späteren Vertragsbeginn womöglich deutlich höhere Beiträge zahlen. Bei besonders schweren Erkrankungen ist vielleicht gar keine Versicherung mehr möglich. (Eine Ausnahme bilden die staatlich geförderten „Pflege-Bahr“-Tarife, bei denen eine Gesundheitsprüfung ausgeschlossen ist.)

c) Wartezeiten, bevor man im Pflegefall Versicherungsleistungen beanspruchen kann, können bis zu fünf Jahre ab Vertragsbeginn betragen.

3. Wer sich jetzt schon versichert, hat durch die Reform zum 1.1.2017 nur Vorteile.

Zum 1. Januar 2017 wird der Versicherungsschutz an die neuen gesetzlichen Regelungen angepasst. Die Leistungen aus den bisherigen drei Pflegestufen werden in fünf Pflegegrade überführt. Ist in der Zwischenzeit der Pflegefall eingetreten, bekommen Sie Leistungen mindestens in der bisherigen Höhe weiter.

Falls Sie einen noch besseren Tarif finden, so gibt es ein Wechselrecht unter Anrechnung der bereits erworbenen Ansprüche. Und sollte sich der Beitrag erhöhen, so haben Sie ein Sonderkündigungsrecht.

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