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Internationales Interesse an der Arbeit des PKV-Ombudsmanns

15.06.2015

Die Arbeit der PKV-Schlichtungsstelle stößt – nicht nur vor dem Hintergrund des soeben von der Bundesregierung beschlossenen Gesetzentwurfs zur alternativen Streitbeilegung – auch international auf großes Interesse. Professor Christopher Hodges vom „Centre for socio-legal studies“ der Universität Oxford ließ sich in Berlin die  Funktions- und Arbeitsweise des PKV-Ombudsmanns erläutern. Dabei zeigte er sich insbesondere von der hohen Akzeptanz des Ombudsmanns bei den Versicherungsunternehmen beeindruckt und konnte gleichzeitig die Vorteile einer nicht bindenden Schlichtung gut nachvollziehen. Sein Buch „Law and Corporate Behaviour“, das im September dieses Jahres erscheinen soll, beschäftigt sich mit der Frage, wie die Gesetzgebung das Verhalten von Unternehmen beeinflusst. Im Ergebnis wird unter anderem empfohlen, die Systeme für die Verbraucherstreitbeilegung eines Landes zu überprüfen und dafür effizientere Mechanismen zu entwickeln.

 

PKV-Ombudsmann Heinz Lanfermann und Prof. Christopher Hodges

 

Professor Hodges hat sich schon in der Vergangenheit mit dem Thema Schlichtung und der europäischen Richtlinie für alternative Streitbeilegung in Verbraucherangelegenheiten (Alternative Dispute Resoluti­on; ADR-Richtlinie) beschäftigt und ist Mitautor des Buches „Consumer ADR in Europe.“ Im Rahmen dieser alternativen Streitbeilegung hält er die Einrichtung eines Ombudsmanns grundsätzlich für die beste Lösung.